Seite - 139 - in Generative Bildarbeit - Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
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139 Argumentatives Mapping Durch eine Gruppendiskussion werden ver-
schiedene Argumentationslinien und verschiedene Varianten für die Bilder-
landkarte erarbeitet. Hierbei erklären die Teilnehmer_innen, warum sie eine
bestimmte Anordnung der Bilder präferieren. Die Aufgabe des_der Modera-
tor_in ist es, dabei immer wieder einen Bezug zum Gesamtprozess herzustel-
len und dafür zu sorgen, dass alle Teilnehmer_innen sich angesprochen fühlen
und einbringen können. Das argumentative Mapping kann je nach Gruppe
harmonisch verlaufen oder auch von individuellen Machtpositionen inner-
halb der Gruppe geprägt sein. Eher konflikthafte Aushandlungsprozesse und
bestehende Asymmetrien, die beim Mapping zum Ausdruck kommen, können
in einer weiteren inhaltlichen Auseinandersetzung aufgegriffen werden. Für
Gruppen, in denen beim Mapping vermehrt Differenzen auftreten, stellt sich
als Herausforderung, diese Differenzen in der Bilderlandkarte auch sichtbar zu
machen. Unter Umständen ergeben sich am Ende mehrere verschiedene Bilder-
landkarten und damit mehrere verschiedene generative Bilder.
Abb. 41 Stilles Mapping (oben), argumentatives Mapping (unten)
Generative Bildarbeit
Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
- Titel
- Generative Bildarbeit
- Untertitel
- Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
- Autor
- Vera Brandner
- Verlag
- transcript Verlag
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-5008-6
- Abmessungen
- 14.8 x 22.5 cm
- Seiten
- 276
- Schlagwörter
- Forschendes Lernen, Fotografische Praxis, Methodik, Generative Bildarbeit, Grenzarbeit, Kulturelle Differenz, Praxeologie, Selbstversuch, Reflexive Grounded Theory, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmungen, Situationalität, Reflexivität
- Kategorie
- Medien