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Vor 1918
Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
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20 der Felicitas Häckhl, Gemahlin Christoph Häckhls vLustenfelden, (Mit-) Besitzerin des Hagen, sowie der Ankündigung eines Verhörs. Anfang Mai 1556 war Felicitas Häckhl wegen des Weinschenkens zu Lustenfelden in (Rechts-) Streitigkeiten mit der Stadt Linz geraten, die sich lange hinzogen und aufgrund diverser Schreiben ua noch 1558 verfolgbar sind. Trotz der vorgewiesenen Privilegien wurde die Landesfürstliche Stadt Linz im Hinblick auf finanzielle Vorteile des Landesfürsten bei ihren "Rechten" belassen.70 5) * Auch 1569 gab es, trotz existentem Privilegium, Recht-Streitigkeiten zwischen Christoph Häckhl und den Linzern, wegen der Hagen´schen Fischerei in der Donau. Die Linzer hatten den Hagen´schen Fischern das Garn weggenommen, „wiwolln di vom Hagn Ir seit dem Wallsee ein privilegium hetten, so Er [Häckhl, AdV] den Verordneten ybergeben Zuer auflag, dass si nimmer nit die Hagener inn vnerlichkheit seen, weliche des fischfanngens rechtig seien“. Häckhl forderte die Verordneten auf, sie sollten den Linzern dieses Privilegium zeigen und „vndterhalten“.71 Da sich keine Erwähnungen weiterer Schreiben etc fanden, kann man annehmen, dass Häckhl in diesem Fall seine Rechte durchsetzte. * Als weitere Hagen´sche Recht - bezogene Hinweispunkte, teils den Hagen direkt, teils die Person seiner vormaligen Besitzerin Barbara Bischoff, verwitwete Engl vWagrain, Tochter des Linzer Bürgermeisters Niclas Khueperger72 betreffend, sind folgende Überlieferungen anzuführen: 6*) Im Jahre 1600, versteckte die „Bischoffin“, der kaiserlichen Anordnung bezüglich der „endgültigen“ Entfernung der lutherischen Landschaftsprediger zuwiderhandelnd, letztere im Malzkeller ihrer Brauerei beim Schloss Hagen, wurde aber verraten und musste Strafe zahlen.73 7*) Vor dem 11. Mai 1604 - [Datum der Aufforderung Kaiser Rudolfs II. an seinen damaligen Reichshofrat und Verwalter der Landeshauptmannschaft in Österreich ob der Enns, Freiherrn „Hanns von Haymb“ zum Reichenstein, um Stellungnahme bezüglich des Supplikationsschreibens der Barbara Bischoff um „Erhebung“ ihres „Güettl Haggen“74] - suchte die Bischoffin um Befreiung vom Eingriff der benachbarten Landgerichte an, mit der Begründung, dass das von den Eltern ererbte Gut als ein „undienstbares“ Gut „immediate“ dem Kaiser als regierendem Landesfürsten unterworfen war.75 Die endgültige Erhebung erreichte sie jedoch erst unter Kaiser Rudolfs Bruder Matthias, am 6. August 1609, als dieser ua die Landrichter aufforderte, die Freiheiten der „Pischoffin“ zu respektieren.76 Auch dieser Zeitpunkt wurde zuweilen als Aufstellungszeitpunkt der Gerichtssäulen angedacht. 70 Rausch, Handel/Donau, 83. AStL, LR B II K 1, 55/48. Kreczi, Linz, 118. AStL, LR B II K 1, 56f/51. Wilflingseder, Lustenfelden, 37f. Schäffer, GHft Hagen/Linz, Bd I, Häckhl x. Schäffer, Lehenträger, Hohenfurter x (Ms). 71 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 9. Fischmaß und Normierung dienten der Schonung des Fisch- Nachwuchses und damit der Erhaltung des Bestandes. Vgl AK via regia, 139f. 72 Schäffer, Khueperger. Barbara Khueperger war in 1. Ehe mit Stephan Engl vWagrain, in 2. mit dem "kaiserlichen Diener" Sebastian Bischoff vermählt. 73 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 10. Wintermayr, Gerichtswesen NÖ, 28. Schäffer, Khueperger,56. 74 OÖLA, AStbg, Best. Riedegg, Sch. 145, Nr. 1, fol. 3, 4, dat Wien. Hans vHaim. 75 OÖLA, AStbg, Best, Riedegg, Sch. 145, Nr. 1, fol. 1, 2. 76 OÖLA, AStbg, Best. Riedegg, Sch. 145 e, Nr. 1, fol. 1a-3b, collationierte Abschrift, ohne Datum; ebd. Urk. Nr. 3835. Vgl Aspernig, Hagen, 47ff. Schäffer, GHft Hagen/Linz, Bd I. Matthias wurde 1608 Kg vUngarn, 1611 vBöhmen, 1612 Kaiser. Sokop, Stammtafeln, 7.
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Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
Titel
Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
Autoren
Hanna Schäffer
Herbert Schäffer
Verlag
Eigenverlag Schäffer
Ort
Linz
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
64
Kategorien
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