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Vor 1918
Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
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29 *Bei der Stadt Braunau wird eine gemauerte Burgfriedsäule erwähnt, „gleich allernechst ausser des Landgericht Dorfs“.123 *Das Marktgericht Altheim wies 22 Säulen auf, wobei ihm die niedere Gerichtsbarkeit zustand, dem Landgericht „ain merers nit als das Malefiz“.124 *Strnadt erwähnt in seinem Artikel über die Grenzbeschreibungen von Landgerichten neben den „Burckfridseiln“ wie beim Markt Altheim, 125 diverse Stellen, wo die Gefangenen an das Landgericht überantwortet wurden, zB Mattighofen („steinerne Säule“), am „Matseer See“ (wo der Landrichter bis an den Sattelknopf reiten sollte), usw.126 *1636 wurde auch auf „ausgeworfene“ Landgerichtssäulen am „Harlasperg“ in der Herrschaft Puchheim hingewiesen.127 In der Landgerichtskarte im Historischen Atlas der österreichischen Alpenländer ist Hagen als Herrschaftssitz ausgewiesen.128 Eduard Richter, welcher diesen Historischen Atlas erstellte, nahm auch die Herrschaften und Herrschaftsgebiete in seine Darstellung auf, beachtete nicht nur die räumliche Ausdehnung, sondern sah ein kaleidoskopisches Bild basierend auf persönlichen Rechten und Verpflichtungen, die als erblicher Besitz von Grund und Boden, Gerichtsbarkeit, Vogteiverhältnissen, Regalien (Jagd, Fischerei129 und Wald), Zehenten etc hervortreten. Diverse Einzelberechtigungen begründeten die Macht des jeweiligen Herrschaftsbesitzers. Es wurde versucht, die Patrimonialherrschaften (Dominien und Gülten) des Landes nach dem Kriterium des Ausmaßes an Untertans-Gründen in das Kartenbild aufzunehmen. Die Sitze der Herrschaften (mit 1>50 bis über 400 Untertanen) sollten durch bestimmte Signaturen die Bedeutung der einzelnen Herrschaften erkennen lassen, wovon aber letztlich Abstand genommen wurde.130 Josef Weingärtner, Besitzer des Hagen von 1896 bis 1948, verwies, ua Prof. Burgstaller gegenüber, auf Vermerke bezüglich der seit alters her im Hagen an der Grenze des Herrschafts- zum Landgericht existenten Gerichtssäulen, wo Übeltäter wie es hieß „in die Eisen geschlagen“ wurden bzw „mit dem Gürtel umfangen“ warten mussten, bis man sie zum zuständigen Landgericht abführte.131 Univ. Prof. Dr. Helmut Jodok vMezler-Andelberg, Dr. Georg Wacha, u.a., erklärten bei Lokalaugenschein-Terminen unabhängig von obiger Aussage und ebenso unabhängig voneinander, dass es sich bei den noch heute beim ehemaligen Moserhäusel, eindeutig direkt an der Grenzecke der damaligen Herrschaft aufgestellten Säulen, deren eine noch ein „Metallstück“ für die Befestigung eines Ringes aufweist, eindeutig um Gerichtssäulen handelte, welcher Meinung sich auch Dr. Lothar Schultes vom OÖ Landesmuseum anschloss. Letzterer sprach von Renaissancesäulen, und setzte sich bereits (ebenfalls vergeblich!) beim Bundesdenkmalamt Linz für ihre Unterschutzstellung ein. Auch dieses 123 Strnadt, Histor. Atlas, ÖodE, 365. 124 Strnadt, Histor. Atlas, ÖodE, 372. 125 Strnadt, Histor. Atlas, ÖodE, 372. 126 Strnadt, Histor. Atlas, ÖodE, 373, 376, 380. 127 Internet, www.landesarchiv-ooe.at/...Verzeichnis OÖLA, HA Puchheim, B 63, 48, Nr. 14. 128 Strnadt, Histor. Atlas, ÖodE. 129 Probleme Christoph Häckhls mit der Stadt Linz wegen der Hagener Donaufischer, trotz Privileg (s.o.). 130 Mell, Hist. Atlas, ö. Alpenländer, 498ff. 131 Burgstaller, PI 23. September 1998. Wacha, PI 26. März 2003. AStL, Hs 4001: Landgerichtsordnung 1559 (1581, 1618). Vermerk: 25. Octobris 1628 „Hannß Wilhelm Vrkhauff gehorig“ (Die Urkhauff aus Steyr traten über eine Eheschließung mit den Engl vWagrain auch mit Hagen in Verbindung).
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Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
Titel
Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
Autoren
Hanna Schäffer
Herbert Schäffer
Verlag
Eigenverlag Schäffer
Ort
Linz
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
64
Kategorien
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