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Geschichte
Vor 1918
Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
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32 Bewahrungsversuch mittels Unterschutzstellung : Das Geschehen um dieses herrschaftliche, nun „Linzer“ Rechtsdenkmal erinnert zuweilen an Adalbert Stifters gleichsam vorausahnend geäußerte Befürchtung im „Nachsommer“: „…denn es können Zeiten so geringen Kunstsinnes kommen, daß sie das Gesetz selber aufheben“….“143 Eine weitere entsprechend überlegte Aussage Stifters in seinem Elaborat über den Hochaltar der Kirche zu Kefermarkt hält fest: „… es ist eine der ersten Pflichten eines Volkes, das sich selbst achtet, seine Kunstdenkmäler auch zu achten, sie zu schützen, zu erhalten und dieselben, wenn sie durch Zeit und Barbarei gelitten hätten, wieder, so weit es möglich ist, in den ursprünglichen Stand zu setzen“.144 Interessanterweise trat gerade Adalbert Stifter durch sein ihm von Fürst Johann Heinrich vStarhemberg zur Verfügung gestelltes Freizeit- und Erholungs-Domizil im Hagen, in Beziehung zu dieser Herrschaft und ihren Gegebenheiten. Bei näherer Betrachtung von Stifters Werk „Der Nachsommer“ erkennt der mit dem Areal, dem Schloss und der Geschichte des Hagen vertraute Leser in zahlreichen Details, inneren und äußeren Besonderheiten des Schlosses, der Nebengebäude, des Geländes etc eindeutig diese nördlich der Donau, am Fuße des Pöstlingbergs gelegene Herrschaft und ihre Gegebenheiten.145 Im äußeren Bereich an der Herrschaftsgrenze des Areals Hagen standen und stehen ab einem unbekannten Zeitpunkt die mittlerweile zu einem beachtlichen Bekanntheitsgrad gelangten Gerichtssäulen der Herrschaft Hagen. Es bleibt zu hoffen, dass künftige Generationen dieses besondere (seit 1919, der Eingliederung des Hagen zur Stadt Linz, zu dieser gehörende) Kleindenkmal eingedenk seiner geschichtlichen und lokalen Bedeutung direkt am südöstlichen Ende und Eckpunkt der vormaligen Herrschaft Hagen gelegen, in situ belassen, es als wertvolles Kulturgut entsprechend bewahren, schätzen und mit historischem Verständnis betrachten. Die Autoren dieser Abhandlung setzten sich jedenfalls - einer Meinung mit Adalbert Stifter - nach über langjähriger profunder Erforschung der Herrschaft Hagen und ihres Areals, sowie des mündlich überlieferten Wissens diverser Zeitzeugen (des letzten Jahrhunderts des gebietsmäßigen Bestandes der Herrschaft) gemeinsam mit Dr. Brigitte Pixner, Univ. Prof. Dr. Helmut Pruscha, Familie Peyrl, als den damaligen Miteigentümern der Liegenschaft, auf welcher die Gerichtssäulen stehen, verantwortungsbewusst bei der Denkmalschutzbehörde für die Unterschutzstellung und den Verbleib in situ (an der Kreuzung Altstraße – Herrschaftsgrenze, zu vormaligen Nachbarherrschaften und Gerichten) ein. 143 Stifter, Nachsommer, 101. 144 Großschopf, Stifter, 21. 145 Vgl Schäffer, Adalbert Stifter und Schloss Hagen. Diesbezgl. Hinweise von Rainer Warnecke.
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Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
Titel
Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
Autoren
Hanna Schäffer
Herbert Schäffer
Verlag
Eigenverlag Schäffer
Ort
Linz
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
64
Kategorien
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