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Änderung des Gewitter- und Hagelpotentials im Klimawandel
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5ÄnderungenderatmosphärischenStabilitätsparameter inderVergangenheit Europa Ähnlich zur klimatologischen Verteilung in Deutschland zeigt sich auch für den LI100 über Europa ein ausgeprägter Nord–Süd–Gradient und ein etwas schwächerer ausge- prägterWest–Ost–Gradient (Abb.5.4).StabileBedingungender10%Perzentilewerden insbesondere durch die nördlichsten Stationen repräsentiert; beispielsweise Orland (1) und Lerwick (4) mit einem Median von LI100=2,4K beziehungsweise 3,6K. Im Ge- gensatzdazuwird imMitteldiegeringsteStabilitätüberNorditalienbeobachtet (Station 23:UndineLI100=−2,3K;Station24:Milano,LI100=−2,0K).Radiosondenstationen mit einem komplett negativen Interquartilsabstand der 10% Perzentile sind auf ein Ge- biet begrenzt, das südlich einer Linie von La Coruña in Spanien (16) nach Legionowo in Polen (21) liegt. Die Ursache für diese hohen Werte der 10% Perzentile ergibt sich zum einen aus der Lage der Stationen in eher niedrigen Breitengraden, wo die solare Einstrahlung und somit auch die Temperaturen während der Sommermonate besonders hoch sind. Zum anderen werden große Mengen an Wasserdampf durch die warme und feuchte mediterrane Luft aus dem Süden advehiert. Dagegen sind die vertikalen Pro- file in Nordeuropa stark durch den Nordatlantik beeinflusst, der eine Stabilisierung in der Atmosphäre fördert. Bereits Siedlecki (2009) beobachtete eine ähnliche räumliche Verteilung in den Monatsmittelwerten (Juli, August) einzelner KPs aus 00UTC Radio- sondendaten. In den Arbeiten von Romero et al. (2007) zeigt sich in Reanalysedaten (ECMWFERA–40) imHochsommerebenfallsdiegrößtenInstabilitätenüberdemMit- telmeerländern. 5.3. ZeitlicheVariabilitätderKonvektionsparameter inRadiosondendaten Die steigende Anzahl von Hagelschadenereignissen in Teilen Deutschlands und Mittel- europas (Schiesser, 2003; Kunz et al., 2009) können – neben Änderungen der Gebäu- destrukturen – durch eine Zunahme der Instabilität an Gewittertagen oder durch einen Anstieg der Tage mit einem hohen Gewitterpotential verursacht sein. In diesem Sinne werden imFolgendenhagelrelevanteKPs (vgl.Kap.4)hinsichtlichmöglicher systema- tischerTrendsfürEuropaundinsbesonderefürDeutschlanduntersucht.DieSignifikanz der Trends wird hierbei nach der Methode von Yue und Wang (2002b), die die Au- tokorrelation in der Zeitreihe berücksichtigt, und mit dem MK Test berechnet (siehe Kap.2.2.2). 104
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Änderung des Gewitter- und Hagelpotentials im Klimawandel
Titel
Änderung des Gewitter- und Hagelpotentials im Klimawandel
Autor
Susanna Mohr
Verlag
KIT Scientific Publishing
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-86644-994-7
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
272
Schlagwörter
Atmosphärische Risiken, Hagel, Gewitter, Klimawandel, Klimatologie (Zukunft, Konvektion)
Kategorien
Naturwissenschaften Physik
Naturwissenschaften Umwelt und Klima
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