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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 112 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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werke gar sein verschieden sind. Häuser mit >.'ier Stockwerke» gibt es im (Manien nur 27, davon nur Eines außerhalb der inneren Stadt liegt; Hauser mit drei Stockwerken zählt man 203; zwei Stockwerke haben 401; einen Stock über dem Erd- geschosse 9V8 und der ebenerdigen Hauser ;älilt man 1429. Man sieht hieraus scken, das! beinahe die Halste der Gebäude nnr ebenerdig ist, was insbesondere den Porstädten das Anse- hen von ^ankstädichen gewährt. Nicht wenige Häuser in der Stadt und den Vcrstadten haben dafür Wohnungen unter dem Dache. Es ist eine besondere Eigenheit der l'iesigen Bewohner, dasi sie die Dachummer auch als ein Stockwerk des Hauses bezeich- nen; dabei begegnet es dem Fremden nicht selten, das! rr lange vor einem Hause, in dem ihm ;. V. Jemand mit Be- stimmtheit als im dritten Stocke wohnend angegeben worden ist, sinnend siebt und nicht begreift, wie dieses möglich sei, da das Gebäude dock) nur ,wei Stockwerke <eige, bis ihm einer der Einheimischen aus dem Traume bilft und, auf die Fen- ster der Dachzimmcr aufmerksam machend, das Räthsel löset. Eine andere Eigenheit, die dem Fremden an den lue- sigen Häusern sogleich in die Augen fallt, sind die ungewöhn- lich zahlreichen Blitzableiter, womit nicht nur alle öffentlichen Gebäude, sondern auch viele der Privathäuscr in allen Stra- ßen versehen sind, was er für einen Fingerzeig nehme» muß, das! die Gegend l'äufigen und heftigen Gewittern unterliege. Nicht minder ausfallend ist auch der Umstand, daß man an einer großen Zahl von Häusern im Winter auch noch die Ja- lousien des Sommers neben den Doppelfenstern der kälteren Jahreszeit sieht, ein Anblick, der dem Fremdlinge gar sonder- bar vorkömmt. Ter bei weiten: größte Theil der Häuser ist in den Fun- damenten aus Bruch- und zwar fast ausschließlich aus Kalk- steinen, im Ilcbrigen aus gebraunten Ziegel» erbaut. Das Dach ist nach nordischer Art boch und steil, und größtcntheils mit Ziegeln eingedeckt; nur gibt es in den Vorstädten, an den äußersten Grannen, namentlich auf dem Ncscnberge, auch einige wenige aus Hol; gezimmerte Hütten, und noch mehre mit Hcl'schindcln eingedeckte Häuser, doch wird il,re Zahl ietzt schon von Tag zu Tag kleiner. An den Virthschaftsgebäudcn der letztgenannten Vorstadtgegendcn fehlt es auch an Strohbc- dachungen noch keineswegs gänUich.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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