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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 113 -
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Seite - 113 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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113 Was nun den vorherrschenden Vaustul der Hauser, beson- ders aber der neueren Anlagen anbelangt, so ist von ihm im Allgemeinen eben nickt viel Rühmliches ;u sagen. Weder die älteren (Gebäude, noch die neueren Häuser zeigen eine edle, den Schönheitssinn des Kenners der alten griechischen oder deutschen Kunst angenehm ansprechende Form, und tragen durchaus nickt das (Gepräge eines bestimmten, sckarf ausge- sprochenen Vaustules irgend einer Kunst-Epoche an sich; doch kann nicht gcläugnet werden, daß die jüngsten größeren Bau- tcn wenigstens das Bestreben beurkunden, sich durch die Zeich- nung der Fa^aden den Gebäuden der Nesidem ;u nähern. Dennoch gewahrt man an vielen derselben deutlich den Man- gel an Sinn für die Grundregeln der antiken Baukunst; auch lassen manche der Neubauten ein tieferes Eindringen in die Hauptgrundsähe der schönen Architektur wünschen, so dasi man ein wahrliast schönes Gebäude von einem durchaus reinen Stule aus der neuesten Zeit in Grätz vergebens sucht. Ilnter den öffentlichen Gebäuden macht das Rathaus allein hicvon eine Ausnalnne, und auch unter den Privatgebäuden zeichnet sich ein und das andere durch eine bessere Zeichnung vorthcilhaft aus ' ) . Die innere Eintheilung der Wohnungen beurkundet da- gegen in den Neubauten einen unverkennbaren Vorschritt; nur ist das Streben der Eigentliümer noch immer zu sehr auf Vervielfältigung der Wolnuimmer gerichtet, als daß die Be- quemlichkeit darunter nickt leiden sollte; dalier man denn in ilmen durchaus nur kleine Zinnner mit vielen Thürcn und Fenstern, und selten undurchbrochene Wände findet. Ganz das Gegentheil davon bemerkt man in den meist sehr alten Häufern der inneren Stadt, in denen auf den ge- wölbten Gangen, in den weiten Vorhäusern und langen Thcr- wcgen eine augenscheinliche Naumverschwendung herrscht, ohne daß dadurch für die Bequemlichkeit der Bcwol'ner irgend etwas gewonnen wäre; denn die Eintheilung der meisten Häuser in diesem Thcile vcn Grätz ist eine gam verfehlte; die Küchen sind häufig durcb den Gang von den Wohnzimmern getrennt; die Vcnicrlungen,'denen lic S»ule untcrl,eg!
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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