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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 117 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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U 1 « tiefen Strasien findet man die schönsten Kaufläden, Ge- wölbe und Waarenniedcrlagen, die seit einigen Jahren an Elcgain der inneren Einrichtung, wie an äußerer Ausstattung der Auslagen viel gcn'onnen haben und hierin noch immer miteinander wetteifern. Nach Art der Wiener-Kaufläden sind auch hier schon die meisten Gewölbe mit hohen Portalen und manche derselben sogar mit schönen Auflage-Gemälden verse- hen. Durch dergleichen geschmackvolle Verschönerungen der Kaufläden und Waarenlager der Handelsleute nicht nur, son- dern auch vieler Gcwcrbsleute hat das Ansehen der meisten Gassen an Freundlichkeit ungemein gewonnen. Nie in Wien, findet man nun auch in Gral? in den Auslagen eine sorgfäl- tige Auswahl der Stoffe, malerische Zusammenstellung der Ge- genstände und eine das Auge ergötzende Mannigfaltigkeit ihrer Gruppirungcn, verbunden mit einer sehr eleganten und ge- schmackvollen Ausstattung und Trapirung der inneren Ge- wclbsräumc. Unter den Vorstadt - Theilcn sind am lebhaftesten der Iakomini- und Mur-Platz, der obere Grics, die Neilschul-, Barmherzigen- und Mariahülfergasse, die Brückeiueile u. m. a. Die geringste Lebhaftigkeit herrscht dagegen in der Stadt am Visä'ofsplatze, in der Burggasse und im Hafnergäßchen, und auch in den Ertrcmitäten der Vorstädte bewegt sich das Leben auf den in bloße Landwege übergebenden Gassen nur sehr lang- sam und spärlich. Uebrigens hat fast ein jeder Platz, und auch manche Gasse, seine cigcnthümlichc Physiognomie und seine besonderen Volksgruppen, deren Schilderung aber der kurzen Charakteristik jener vorbehalten bleibt. Weniger scharf ausgeprägt und auch weniger eigenthiim- lich als in der Stadt ist das Gassenlebcn in den mehr länd- lichen Vorstädten des linken Murufers; viel charakteristischer dagegen auf den Straßen der Murvorstadt und Lcnd, allwo das stark vorwaltende militärische Element und das lebhafte Frachtfuhnvesen, das sich in langen Zügen auf der Wien- Triester Connnernal-Haupt- und Poststraße durch diese Vor- stadllheile hin und her bewegt, demselben eigenthümliche Schat- tirungen verleihen. Hier sind die meisten Kasernen zu finden; hier hört man eben darum nicht selten in allen Zungen spre- chen, welche die österreichische Monarchie in sich schließt; hier haben die meisten Vranntwcinkneipen il>re geistvernichtendcn Höhlen eröffnet; hier sucht man altadclige Häuser vergebens, und der Mensch hat sich hier vor alten Zeiten, wie in der ge- — ^ ^
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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