Seite - 125 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Dermalen geschieht die Velcuchtung durch 1559 Laternen,
die größtcnthcils an den Wänden der Häuser oder an eigenen
Psählen angebracht, nur ncch zu weit von einander entfernt
sind, als daß il'r Licht den gewünschten Effect baben könnte ').
Die dani gebrauchten Lampen sind theils argantische (62),
theils gewöhnliche mit ^4 Zoll breiten Deckten (554), beide
unter Glasglocken, und tlicils viereckige der älteren Art (934)
mit rundem Dcchtc. Die Wohltbat der Veleuchtung erstreckt sich
jetzt auch schon aus entferntere Vorstadt-Thcilc ^), nur einige
der entferntesten Gegenden des Weichbildes auf dem Rcscnber-
ge, in der Schönau, Harmsdorf :c. entbehren derselben ncch.
Das Vrennmateriale bestellt derzeit noch immer aus Ocl,
und zwar thcils aus feinem raffinirtcn und nicht rasfinirten
Nübs-, und tbeils aus Lein- und Kürbiß-Oel, wovon im Gan-
,en jährlich 30 — 32,000 Pf. benötbiget werden'). Von Gas-
beleuchtung, die wcl auch hier sckon gclcgcnbeitlich Nlr Sprache
gekommen ist, bat Grätz bis jetzt keine Proben auszuweisen.
Die jährlichen Kosten der Vcleuchtung belaufen sich der-
zeit ungefähr auf 11,500 fl. C. M. ^). Sie wird von 50 Per-
sonen besorgt, worunter sich 46 Lampen-Anzünder befinden,
denen eine besondere gedruckte Instruction ^) die gcnaucstcn
Weisungen über die Besorgung ihres Geschäftes crtheilt.
8. »
Abzugscanälc.
Für die Ableitung des Ncgcn- und Spül-Wassers (der
Gosse) und die dauon abhängende Reinigung der Straßen und
öffentlichen Plätze ist in der neuesten Zeit durch gut gebaute
«> Die arganlischen Lampen. welche d!e vorzüglichsten fassen und Plätze
der inneren Stadt erleuchten, sind in einer Entfernung von »: —5»
Schritten angebracht; d,e «Ilockenlatcrnen, welche m den übrigen
Stadt - I!'e,!ln und ,n den naher gelegenen Vorstadtaanen vcrlkrilt
sind, stehen 90 — l5 Schrille auseinander, und die lli den entferntesten
Vorstädten vertei l ten vicrectigen Laternen :<>—«» Schritte von e,n»,
ander entfernt.
«) D>e innere Stadt wird durch «««Stücke, unter denen sich i« argantiscke
beenden, d,e Vorstädte durch >>!<> Lan,pen erleuchtet. Die Viertel
des rechte,, Murufcrs haden !«, und »ene der linken Fluüle'te 5«? La-
ternen.
N Im Jahr« <»,, i 30,?,3 Pfund.
«> D<e Kosten beliefen Nch i,» I, >!!«< auf <>,N«8 ss, !8>>, kr., und >»«« auf
l>,»«« fl, «:i,H kr, l?.M,, wovon ,:?, fl, ,? fr, d,e'Ncsoldl,na, des Per-
sonals, der Anlauf von ?,,,,, Pf verschiedener OelgattUiigrn l?i<N,
2?^» kr,, 5l« ff, i>^, kr, d,e Dochte, Reparatur ic ; »0l> ff, die Vlie-
<!« der lo>al,taten und l? ff, 5, kr <? M, die Behebung, in Anspruch
nahmen. In 3r,,'N w,rd ,m HLege der Verpachtung für die Beleuch-
tung von nur ?oc> Laternen die Summe von i«,<w°'ft. <3, M, '
^) V»m 31, Jänner >«:?.
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918