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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 128 -
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Seite - 128 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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128 ben spielend, in langen Zügen durch die lassen lief, bis es endlich in einer der offenen hölilenartigen.Kloaken verschwand, die man am Ende der Herren-, Räuber-, Nurgasse :c. an- traf. Im Sommer «ernrsachte das Regenwasser bei jedem (Ge- witter förmliche Ströme, und im Winter bedeckte das C>ossen- und Brunnenwasser fast alle (lassen mit breiten Eicbal'nen, denen nicht auszuweichen war. Ein Heer von Arbeitern der barocksten Art, unter denen man mitunter echt sl'akcspearesche Gnomengestaltcn erblickte, war in dieser Jahreszeit fleißig mit dein Aufeisen beschäftigt, und dennoch bildete» sich, war die eine (hegend gereiniget, überRächt in einer andern neue Eis- flächen, welche gleich jenen Erdschichten, die den Oieognosten so sehr interessiren, in mehrfachen Vlätlcrungen übereinander lagen, und, deutlicher als jene das Alter der Erde, genau erken- ne» ließen, wie lange hier schon nicht gerciniget werden konnte. Tiese irionische Arbeit dauerte den ganzen Winter über, ebne die Stadt eben vom Eise freier ui machen. In vielen Win- keln stieß man auf die ekelhaftesten Küchenabfälle und noch ärgeren Nnrath, der an Italien mahnte, welchem Lande man, aber eben so erfolglos wie dort, die zur Reinlichkeit auffor- dernden Mauerausschriften abgelernt hatte; auf den schönsten öffentlichen Spatziergängen begegnete man Resten organischer und unorganischer Substanzen, die durch den ausgeführten Schnee dahin übertragen wurden, und längs der Mur war in manchen (legenden gar nicht zu gehen, olme den Gcruchs- und Gesich!5sinn gröblichst '.'erletzt zu fühlen. Alles dieses ist denn doch heut zu Tage zum größeren Tbeile schon verschwunden, besonders seitdem man Eanale an- gelegt, für festeres Straßenpflastcr gesorgt und de,» Straßen- kchricht und Melirungsunratlie passendere Stur;pläl>e angewie- sen hat, was im I. 1 ,^/l,^ geschalt, in welcker Zeit die Etatt- gcmeinde in der Sckönaugassc in einer von Wohnungen freien Gegend') für 1150 fi. L. M. einen großen Cnm,d taufte, für weitere 4000 fl. die erforderlichen Wohnungen für die Knechte des Wasenmeisters, die bis dahin il'r Gewerbe in der Stadt selbst") ausübte», eine große Requisiten-Hütte und >> Auf ter Kul>trat<e lai Haus Nr, «,„. ') In lcr Naubcrqosse l,cht am <t>!M,sc<>>'» ral'orat«r,um »cs st, st, Iran- ncums >,, 0>-m vc>n tcn El^nl.,, für 35«« fi, l!. 2N- >m I, >2'^ cls^U! len u,ü> a '^g^tra>!cnen allen Scharfr,c!»cr!»>usc, Dcr Vertäu! lü H^uslb wurl>e m,! a. h. ßntschliesiunq vom l». Oct, »U22 gnchm uno »on den Slanüen am 9. April >l:4 erk«uft.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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