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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 131 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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Die am böchsten gelegenen Stadttbeile sind die Pau- lustliorqasse, der Karmrlilerplatz, die Hartig- und Ballhaus- gaffe; sie sind kälter als die übrigen Quartiere der Stadt, dem Anfalle der rauhen und deftigen 'V'trd- und Ncrdostn'inve (lner nach dem Berge, der in jener Hegend liegt, Tchöckelwinde ge- nannt) mebr ausgesetzt, erfreuen sich dafür aber auch einer reineren Luft, nur baben sie eben keinen Neberfiuß an Trink- wasser. Weniger koch liegen der Fran^ensplatz mit der Uni- versität und dem Theater, die Burg und der Tom mit dem Mausoleum Kaiser Ferdinands I I . , und diejenigen Gebäude, welche die Hofgasse bilden. Aus der Ebene, in der die übri- gen Siraßen und Plätze liegen, erheben sich in mehr cder we- niger starker Steigung die Spor-, Bürger- und Vurggasse, die sännntlich ninäclist ni den früher genannten bedeutendsten öffentlichen Gebauten hinanführen. 8- «. Wällc und Stadt-Graben. Gleich Wien, Brunn und so mancher anderen Stadt des Mittelalters, war auch Grätz einst sebr fest und zur Vertei- digung ganz eingerichtet; sie war ringsum durch hohe Basteien und Vorwerte gedeckt und von einem starken Walle einge- schlossen, vor dem ein tiefer Graben mit einem verdeckten Wege sich ausdehnte, jcnseit dessen die weite Esplanade (das große und kleine Glacis) bis in die neueste Zeit die Vorstädte stets weit von der Stadt entfernt hielt. Ein Tlicil dieser Verschalungen war gewiß sehr alt (siehe S. 3), denn Grätz mag schon in den ältesten Zeiten mit Gräben und Pfablwerk umgeben gewesen sein. Bereits im I. 1435 erscheint es als ein Ort, der bedeutende Mauern, Wälle und Gräben hatte ^). Aus jener Zeit siebt man noch immer einzelne, wenn gleich nur dürftige Mauerrcste dem Fraiucnsplatze umächst im ValUiausgäßchen, allwo sich, eben so wie hinter dem Hanse Nr. 40 in der Hartiggasse, auch der alte Zwinger oder Stadtgraben in seiner srühcsten Gestalt noch deutlich erkennen lästt. Hier soll zur Zeit der älteren herzog- lichen Hofhaltung die Menagerie des Landcsfürsten gewesen sein, so wie denn auch wirklich eine erst im I. 1832 bei Ge- legenheit der Äegulirung des kais. Burggartens abgetragene 9 ' l) Mchrc dcr aus jcncr Zeit stammcne.'n Wlirtlhiirmc waren bis !n die letzten Jahre zu sichln; so lcr Rcckchurm nächst l^m Ioanneum.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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