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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 136 -
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Seite - 136 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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M-^H<. 136 Innerhalb dieses Tliores ist links die Polnei-Wachstube, wohin aufgegriffene pasilrse Landstreicher u. dgl. Personen gleich nach ilner Verhaftung aus tur^e Zeit gebracht werden, und rechts der Ausgang in die erwälmte Polneikaserne. Vor dem- selben steigt links las schon srül'er (2. 1i2> beschriebene gar» tcngekrönle Bollwerk des gräflich von Wclscrshcimb'schcn Hauses (Nr. 1ü-l) empor, und rechts gestattet ein niedriges Uerliches Gitter, das die kandstände in den Jahren 1827 und 182« ni« gleich mit dem dortigen Troitoir setzen liesie», den Uebcrblick über den Warten des Ioanneums, dessen mannigfaltiges Grün inmitten der Häusermassen das Auge gar angenelnn erquickt. Vrcite Ttein-Trottoirs, ebenfalls ein Werk der Stande der Pro- vinz führen vom Thore weg auf den Iatomini-Platz, an den Grätzbacb und nach dem Mün,graben lnnaus. Auch an dicses Tl'cr knüpfen sich geschichtliche Erinne- rungen, die für die Sitten und Verfassung der Iahrlnindertc des Mittelalters sehr bezeichnend sind. Ursprünglich stand das Eiscnthor viel weiter zurück, ungefähr in der Gegend des heu- tigen Stadtpfarrliofes am (Eingänge in die Herrengasse. Erst im I. 1574, als Herzog Karl II. die Stadt mit neuen Festungs- werken nmgab, wurde auch dieses Thor weiter hinausgerückt, an seiner heutigen Stelle auf Kosten dec> Hencgs und der kandstän- de erbaut und m beiden Seiten die neu aufgeführten Bcfesti- gungs-Vastionen angeschloffen. Im I. 1825 wurde die Brücke in einen Damm »ungestaltet, mit eisernen Geländern versehen und später die gainc Umgebung in die gegenwärtige Gestalt gebracht. Vor diesem Thcrc wurden in früheren Zeiten die Lan- desfürstcn feierlich empfangen und von den '>!andständen in festlichem Zuge in das Landhaus geleitet, allwo sie die Hul- digung empfingen. Hier war es auch, wc, nach der Sage, Kaiser Rudolph von Habsburg bei seiner Ankunft in Grätz im I. 128U auf freiem 5'elde vor dem fest '.'erschlossenen Thcre mit seinem Gefolge anhielt, und erst nachdem er den Stän- den, in deren Namen ihn Abt Heinrich von Admont begrüßte, die Aufrechthaltung ilirer Privilegien versprochen halte, die Tliorflüael;u seinem feierlichen Einzüge sich öffnen sah. Auch Hencg Karl II. hielt noch durch das alte Eisenihcr am 8. September 1571 mit seiner jugendlichen Gattinn Maria, einer Tochter Alberto V., Herzogs von Vaiern, seinen Festnig ^), und «1 S^'kc darüber 0cn Hdchss interessanten Aufsah lcs Hrn, G, R. v- Leilncr >n der neuen Folge der ste,crmark,fchen Zenschr,fl lU^<, >, Jahrgang( > I. Heft, S. 2>, ,
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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