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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 142 -
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Seite - 142 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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142 Ocffcntliche Plätze. Die innere Stadt ;ählt der öffentlickcn Plätze eilf, wor- unter der Hauptwachplatz der grcsttc, und der Frainenoplay der regclmäsngstc und hübscheste ist. Mehre aus ihnen tonnen hier mit Stillschweigen übergangen weiten, weil sie, wie z. V. der Post- und Bischofplatz, früher Schlosserplatzl genannt, des Ncnnenswerthen nichts enthalten, während andere, »renn auch nicht cd ihrer Gebäude, so dock wenigstens wegen ihrer Siaffa- ge einer besonderen Schilderung werib sind. Tcr Hauptwachplatz, der bemerkenowertheste unter den Plätzen von Grätz, ist urar unregelmäs-ig, aber gros! nnd durch- aus von drei und vier Stockwerte hohen Hausern umgeben, unter denen sich das Nathhaus, als das schönste Gebäude der Stadt, auszeichnet, aber auch die übrigen Häuser ihm eben nicht U>r Nnehre gereichen. Von der Höbe des benachbarten Schlcßbcrges schaut ein Tdeil seiner Gebäude und Anlagen in diesen Platz hinein und gcwälnt ilnn dadurch einen noch ma- lerischeren Charakter. Aus ilnn^) befinden sich im Erdgeschosse des Natl'liauses die Hauptwackc des kais. Militärs, eine der heil. Treifaliigkeit geweihte eherne Tentsäule und viele der schönsten Kaufläden. Zur gewöhnlichen Staffage dienen diesem, auch sonst viel- fach belebten Naumc die Wägen der Fiatcr, davon einige fast immer hier angetroffen werden, und die Auslagen der i?bst- vertäuserinnen, deren große Linnenschirme, den Kindern Pcmo- nas und ihren Dienerinnen Schutz gegen Sonnenbrand und Negen gewahrend, dem weiten Räume schon einen lüdländi- schcn Anstrich geben; bei ihnen findet man das gaiue Ial'r hindurch Gelegenheit, den Obstreichthum der Steiermark und die Schönbeic und Echmackl'aftigkeit ihres Obstes ui bewundern. belebter ist der Play in den Morgenstunden, und ins- besondere an Wochenmarkttagen, an denen die Feilschaften des täglichen Bedarfs hier zum Verkaufe ausgelegt werden, und achtbare Hausfrauen neben betriebsamen Köchinnen ;wi!chen den Verkäufern in bunter Schar sich herum bewegen. Zuwei- len ändert sich aber die Scene. Auf einige Augenblicke steigt an manchen Vormittagsstunden vor dem Nathhause ein Vretter- in cincm Stahlstiche beigcgcbcn.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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