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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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^3Z aber wol nie, wie zuweilen irrig geglaubt wird, Besitzer des Ioannemns war, ist im Archive dieser Lehranstalt zu sehen. Am Tummelplätze war später das Theater, bis die Stän- de auf dem ihnen von der Kaiserin« Maria Theresia geschenk- ten Vicedomgarten im I. 1774 ein neues erbauten. Aus der Bürger- gelaugt man durch die Fliegcngasse auf den Fliegen- und Mchlplatz, aufdenen der Mehlhändler und Müller in der Mittwoche und an Samstagen seine Waarc aus- legt, und dadurch ihre eben nicht ansehnlichen Räume bevölkert. 8- «. Straßen und Gassen. Die innere Stadt zählt der Gassen 44. Eine darunter, nämlich die nach dem ältesten Sohne des ruhmgekröntcn Erz- herzogs Karl zu benennende Alb recht sgasse, welche den Hauptwachplatz mit der Neuthorgasse verbinden soll, wird gerade jetzt gebrochen. — Sie sind fast durchaus unregelmäßig, nicht selten eng und winkelig, und viele derselben '.'erratheu deutlich das hohe Alter ilner Anlage. Ungeachtet die letzten Jahre hier- in schon viel gebessert haben, so bleibt doch noch immer genug dessen übrig, was an die Zeit des Mittelalters lebhaft zu er- innern vermag. Von der Art ist insbesondere die Schmid- gasse, die noch immer in der ganzen Anlage und auch iu der Bauart der Häuser des Alterthümlichcn viel zeigt. Eine Aus- nahme davon macht unter anderen nur die gerade und breite neue Gasse, welche vom Eisenthore zum Tummelplatze führt, und das Kreisamtsgebäude (Nr. 165), die ob ihrer Bauart be- merkenswerten Gebäude Nr. 160 und 164, und die ständische Bildergallerie(Nr. 156) enthält. Diese Gasse soll erst imI . 1483 dadurch entstanden sein, daß der menschenfreundliche Bischof von Seckau Mathias seinen längs der Stadtmauer sich dahin ziehenden Garten den vor den Türken und Maguaren ftüchten- den Bewohnern von St. Lconhard zum neuen Anbaue anwies: doch ist die rechte Häuserreihe nicht vor der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts aufgeführt worden. — Einige Gassen sind durch ihre Nnreinlichkeit die v^i'tiu kanleuse von Grätz, wie die überwölbten Durchgänge in die Prokcpi-, Vad- und in das Davidgäßchcn. Als die Hauptstraße der inneren Stadt stellt sich die Herrcngassc dar, welche in dem Zeiträume von 1457 bis 1494 die Burgerstraßc hieß. Sie ist die längste, breiteste und schönste, und durch das alichrwürdige Landhaus, die schöne Fa- 10 " - « ^
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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