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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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len gleiten; Stiegen und Vcrhäuser ohne alles Licht, auf de- nen man sich an trüben Wintcrtagen mit den Händen die Rich- tung des zu nehmenden Weges suchen muß; Höfe, Zwingern nicht unähnlich, und eine Zimmereintheilung, die noch immer lebhaft an das vierzehnte cder fünftehnte Jahrhundert erinnert. Aber auch in anderen Stadtteilen haben die Häuser von älte- rer Bauart lange Tbcrwege, enge kleine Hosräume und daher dunkle ungesunde Hoswohnungcn. Feuergefährlich sind insbe- sondere die in allen Neubauten bereits untersagten hölzernen Gänge gegen den Hofraum hin, und die grösttcnthcils hölzer- nen Stiegen und zwar gerade jene Abtheilungen derselben, welche in die höheren Stockwerke führen. Unter den Gebäuden sind diejenigen, welche dem gottes- dienstlichen Gebrauche gewidmet sind, die merkwürdigsten, die öffentlichen weltlichen Gebäude die ansehnlichsten, und unter den Prwatgebäudcn auch einige, die im Einzelnen besprochen zu werden verdienen. 8- »- Kirche» und Kapellen. Den Kirchen und Kapellen gebührt der erste Platz, nicht nur weil sie der öffentlichen Gottesvcrchrung gewidmet sind, sondern auch weil fast alle sowol in geschichtlicher, als artisti- scher Hinsicht sich als die interessantesten Bauwerke der Stadt darstellen. Grätz war einst an kirchlichen Gebäuden noch viel reicher als gegenwärtig, indem einige derselben im Laufe der Zeiten ganz abgetragen, andere zu Magaunen benutzt, in Kasernen umgebaut cder in Wohlthätigkeits-Anstalten verwandelt worden sind, wie sich solches bei der Beschreibung der einzelnen Merk- würdigleiten der Stadt und der Vorstädte noch deutlicher her- vorstellen wird. Dessenungeachtet zählt die innere Stadt noch immer 15 Gotteshäuser, und zwar 7 Kirchen und 8 Kapelle». «) Kirchen. Unter den Kirchen von Grätz sind vier alldeutsche oder sogenannte gcthischc Kirchen, die sämmtlich das traurige Lyos getroffen bat, in Zeiten und von Menschen, die von dem, was diesem Baustile auch in der äußeren Ausschmückung ent- spricht oder widerstrebt, keine Ahnung hatten, mit einem nüch- ternen Weiß übertüncht, dadurch freilich sämmtlich licht und helle gemacht, aber so auch zugleich derjenigen Eigenheit ganz ^
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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