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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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V^W?^ —«««» ^ — — dolph von Seckau geweiht. Die erste der rechten ScitenkapeNen wurde im I. 1695 durch Georg Herrn von Stubenberg, des Kaisers geheimen Rat!' und Landeshauptmann in Steiermark, erweitert, mit Wandgemälden und Standbildern geschmückt und von dem Bischose von Scckau bcnedicirt. Im I. 1710 wurde die Kanzel aufgeführt, am darauf folgenden ersten Fasten» sonntage von il'r die erste Predigt durch den Vischcf von Sc» ckau Frain Anton gehalten, und 1718 die erste Kapelle der linken Seite mit Malereien verziert. Den Grundstein zu dem aus Marmor erbauten Hochaltäre legte »vei Jahre daranf der damalige Ilectai kln^niüc»^ der Universität, Franciscus Mo- lindes, dessen Ausbau aber in der Art, wie er heut zu Tage zu sehen ist, erst drei Jahre daraus ersclgte. Außer diesen Zcitpuncten geschah für die Ausschmückung der Kirche bis in unsere Tage gar nichts. Erst die Landcs-Gcu- verncurc Grafen vcn Hartig und vcn Wickenburg haben ;ur Verschönerung dieser Stadtgegend, welche ncch im I. 1830 eine wenig einladende Gestalt hatte, dadurch viel gethan, daß der Erstere im I. 1830 durch Abtragung der häßlichen Kirch- hofmauer, welche den Tom sehr enge umfing, und eines ;wei Stockwerke hohen Vogcns, der über die Vürgergassc hinweg aus dem Priesterhausc in die Domkirche herüberführte, den ganzen ehrwürdigen Vau von allen Seilen frei legen; und der Letztere im Jahre 1831 — 1833 im cbcrstcn Thcilc dcr Vürgergassc eine durch Vruchsteinmauern gefestigte Terrasse vor der Giebelwand des Domes anlegen, sie mit einem Stein- geländer umgeben und eine imposante Marmortreppe anlegen ließ, auf der man nun bequem den platzarligen Raum er- steigt, der sich näckst dieser Kirche vor dein Ferdinandeischen Mausoleum ausbreitet, welches dadurch dem Vlicke der Vor- übergehenden freigelegt wurde. Diese Terrasse trägt die Auf- schrift : Auch dieser der öffentlichen Gottesvcrchrung geweihte Vau war oft Zeuge bedeutender Vegebenhciten. Gleich den meisten Kirchen des Mittelalters war sie einst mit einer Kirchdosmauer eingefaßt, innerhalb deren die Verstorbenen häufig idre letzte irdische Ruhestätte fanden; so ;. V. wurde im Juni des I. 1262 Vock vcn Noscnberg, Pnemysl Ottokars Statthalter, in der alten Pfarrkirche zu St. Aegyden begraben. Als Herzog Karl II. im I. 1590 starb, wurden auch seine Eingeweide in
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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