Seite - 170 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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blof« umgeben, mm Tl'eile aber auch stützen. — Die lel'te
Vorstellung entl'ält den von Engelgruppen umgebenen Welt-
heiland in den Wolken, die auf einem von Engeln gezogenen
und von den Aposteln umgebenen Wagen sich stützen, auf dem
auch die Sinnbilder der vier Evangelisten ruhen. — Die dem
Ehore zugekelnte Seitenwand «eigt ein siebentöpfiges, vicrsiißi-
gcs, befiugelteö Drachcnungeheuer, dessen Schuppenleib in
einem geringelten Schweif endet. — Die Inschrift am Mar»
mor-Picdestale lautet folgender Massen:
u» ct Vincent!»,?
in !>»»>: »cxlem Iiume,'!«
<!!e VII. !N^i l).
Schade, daß diese hockst interessanten alten Neliquiarien
schon theiln'eisc so bedeutend beschädigt sind, indem das Elfen-
bein >.'cn dem dunkleren bräunlichen ('irunde des Ebenholzes
an '.'ielcn Stellen sich bereits lcsgelöset hat oder gar abgesprun-
gen ist; was man am meisten da bedauern musi, wo an den
eben beschriebenen Darstellungen eiinelnen Gestalten gerade
mehre ihrer charakteristischen Attribute fehlen.
Ilmen zunächst stehen die nvci Haupiseitcnaltäre, welche
Altarblätter von !V>ü-li» l!« l>o>,nz entfallen. Rechts sieht
man den heiligen Ignatius in der Tracht seines Ordens, dem
Cl'ristns, der das Krem auf den Schullern trägt, vcranschrei-
tct nnd ilnn die Aufschrift des Altars: Veni. 8l.><jl!l.>lo inu!
(Koinm, folge mir!) muirufcn scheint. I in Hintergrunde !ei-
gen sich einige der öffentlichen Säulen und Tempel Roms,
und in der Höhe der himmlische Vater in der Oilcrie der En-
gel, unter denen sich einige trefflich gezeichnete (Gestalten und
überaus liebliche Köpfe befindrn; doch ist, bei allem ^obens-
wertben in der Färbung, im Faltenwurfe so viele Härte, und
in den Verkunungcn einiger Engel eine so kecke Nebcrtrcibung,
<) D>e heilten Mlirlyrer
Mar lü ! u„o V>nccnz
!L»m Popste Pau! V,
Aus dem Friedhofe 0er He,! Pc,sc,lla am Salarischcn Wege
An lfljlier^oq Fer0,nanü gesenüet
lind in Licscs Haus au, den Schultern i>er Hohenpriester
F,,,rl>ch udertraqcn.
Im Jahre »«n an, ?. Ma>.
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918