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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 171 -
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Seite - 171 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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171 daß man an den Werten dieses Meisters niemals eine reine Freude haben kann. —- Ter gegenüberstellende Altar enthält den englischen Grusi, der aber schon viel gelitten bat. In bei- den Vildcrn beurkundet sich ter Maler zwar als einen Manie- risten, aber zugleich auch als tüchtigen Zeichner und gründli- chen Coloristcn, der gute Studien der Natur und Antike ge- macht hat. Beide Altäre haben auch einige gute Statuen aus weißem Marmor. Neben diesen Altären sind beiderseits an der Kirchenwand Grabdenkmäler angebracht, wovon das der rechten Seite dem am 6. Februar 1635 verstorbenen Max Brenner, Freihcrrn von Stübling, Ehrnau, Kamerstein und Tolmcin, der Erb- land-Kämmerer war, gesetzt wurde; i,enes der entgegengesetz- ten Seite aber, dem im I. 1631 verstorbenen Sigmund Fried- rich grasen von Trantmannsdorf, taiserl. geheimen Nathe und General in Slavcnien errichtet, in seiner prunkvollen Breite und Ucberladung eine merkwürdige Probe von Ungcschmact des siebzehnten Ialnhunderts ist. — Einen rührenden Gegen- satz zu ihm bildet der rothe Marmclstein vom I. 1570, wel- cher jetzt am ersten Pfeiler der rechten Seite befestiget ist, und den ritterlichen Freiherrn von Stübling, Fladnitz und Nabcn- stein, Kaspar Brenner, mit seiner ehrsamen Hausfrau zeigt, die beide, er in voller Rüstung und sie in nonnenartigc Ge- wänder nichtig gehüllt, einander gegenüber knien und ihren Vlick vertrauensvoll zu Dem emporrichten, der allein Heil brin- gen kann. In dem Gange, der diesem auch in künstlerischer Hin« sicht nicht uninteressanten Grabdenkmale gegenüber nächst dem rechten Seitenaltare in die Sakristei fübrt, hängt ein Bild, den kreuztragenden Heiland unter den roben Händen der Kriegs- knechte, dem Veronika eben das Schweißmch anbietet, darstel- lend, welches nickt übersehen werden darf, da es von einem tüchtigen Meister ist. Die Sakristei enthält auch ein und das andere Sehens- wcrthe an Bildern, Mesigewändern, Kelchen und Monstranzen. Die über einem Betpulte befestigte heil. Magdalena, welche aus der Schule der Carace>5 zu sein scheint, verdient, als ein sehr gutes Gemälde, eine nähere Betrachtung. Es enthält ein Brustbild der Heiligen mit einem schönen Antlitz, dem man- nigfaltige Grmüthsbcwegungen irdischer Lust und die darob ver- gossenen Thränen der Neue tiefe Spuren eingedrückt haben. Jetzt beseelt holdselige Andacht den Blick, der auf dem vor ihr ,
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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