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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 173 -
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Seite - 173 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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— 173 I T>cr Glocken bat die Kirche sechs, von denen sich fünf in dem großen Thurme befinden. Die größte wiegt über 42 Zent- ner und ist im I. 1826 von dem Gratzcr-Glockengießer Ic- hann Feltl gegessen werden, wem man das Er^ der ältesten nnter den früheren Glocken benutzte; die der Größe nach zweite ist vom I. 1652, eine dritte stammt aus dem Jahre 165l, und die vierte und fünfte goß Florentin Strcckenfuchs in den Jahren 1706 und 1719. Diese fünf Glocken wurden im I. 1829 unter der Anleitung des Herrn Ansclm Hüttenbrcnncr ganz kunstgerecht zu einem 7^ I)ur Trciklange in der zwei- ten Versetzung gestimmt. — Die unter der Kirche befindlichen Grüfte sind durchaus keines Besuches werth. Einige Schritte von der Tomtirche entfernt und mit ihr einen engen Durchgang bildend, der im I. 18^5 mit großen Kalksteinplatten gepflastert worden ist, erhebt sich auf derselben Terrasse, welche den Dom trägt und zu der sechs und 'wan- zig in zwei Abheilungen übereinander geordnete breite Siein- stufcn emporführcn, I>!i) das Mausoleum Kaiser Ferdinands II., ein Prachtgebäude ") , an dem der Baumeister durch Anhäu- fung der Massen am Giebel und durch Ucbcrladung in den Ornamenten einen sprechenden Beweis geliefert hat von dem Mangel an gutem Geschmack, den man der Architektur seiner Zeit mit Recht nun Vorwurfe macht. Da wo heut zu Tage dieses Prunkgebäudc seine Kuppeln und Rcichskleinodien gen Himmel erhebt, stand schon in sehr früher Zeit ein bescheidenes, der heil. Katharina geweihtes Kirch- lcin, dessen Ursprung Einige"), nach den hier bei Erbauung des Mausoleums im Grunde gefundenen Mümen, in die Zeit des Herzogs Leopold des Heiligen versetzen, und das erst im I. 1614 abgebrochen wurde, als Erzherzog Ferdinand II- den Entschluß faßte, an dieser Stelle sich und seiner Familie eine irdische Ruhestätte zu erbauen. Dieses alte Kirchlein wurde den in Gräh im I. 1571 neu eingeführten Jesuiten anfäng- lich zur Verrichtung ihres Gottesdienstes angewiesen. Als im Jahre 1577 Herzog Karl I I , , die benachbarte Aegydicnkirche >) S>ehe hierül'.-r des Iq„ai,us L>>nqel!, eines Jesuiten: »l«»,Q>Su>n ßrae- >>ch auch t,c H»up!!li>nlc ,U>gcb,I?l't fiülcl. l) Der Grund o,es>r Vcrmuchung scheint um sc> l>e>»>ltloscr, als Münzen m,t eem P,i0e oej >,e,,, leop'olüs noch ron K> Nlar I, geprägt worlcn !>n0. w,e sich len» dergleichen auch >u der Älünzsommlung des Ioan in»»,« vorfinlcn. !
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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