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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 175 -
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175 nete, dem gesammten Publikum aber jährlich nur einmal, nämlich in den letzten Tagen der Charwoche offen stand, an welchen hier das heilige Grab errichtet wird, ließ die Regie- rung im I. 1835 auf Anregung Sr. Excellenz des Herrn Landes-Gouverneurs Grafen von Wickcnburg das ganze Ge- bäude von Außen reparircn und auch im Innern durch den Maler Netz die Fresken und die Sluccatur-Arbeit reinigen und ausbessern. Tie gegen Sonnenuntergang gekehrte Fronte enthalt die um sieben Stufen erliödic Eingangstbürc, welche zwischen ionischen Halbsäulcn, die ein schweres Architrav tragen, steht, und gleich der gainen überreich verwerten Giebclseite durch das stark ausgeladene Gcbälte, die doppelt übereinander gestellten Giebel und Kreisabschnitte dem Ganzen das Ansehen von Schwerfälligkeit und Neberladung gewähren. In den Säulen- zwischenräumen (Intercclumnicn) sind unten Mauerblendcn, welche auf .Tupfer gemalte Sccnen aus dem Leben der Hei- ligen, der das Gebäude geweiht ist, enthalten, nämlich rechts die Zertrümmerung des zum Rädern bestimmten Werkzeugs durch den Blitz, und links die heldenmüthigc Weigerung der Heiligen, den falschen Göttern zu opfern; und darüber Ni- schen eingetieft, in denen die Standbilder Katliarinenö und eines Kriegers angebracht sind. Blumen- und Früchtegewinde, und beflügelte Engelskopfe bilden die Ornamente über den Fenstern und Tlniren. Neber dem Gcbältc der Eingangsthüre kündet die Aufschrift: vivi ?er>Iii>»N!li II. Nun,. l> <^ktl>»>i»He V. et i». «aci'um ') die Bestimmung des Gebäudes an, auf dessen kaiserlichen Tod- tcn auch die stark vergoldeten colossalcn Reichsinsignicn hinweg sen, welche dem Tlmrme und den beiden Kuppeln ;um Auf- sätze dienen, von denen der Adler zugleich auck >ur Windfahne bestimmt ist. Zuoberst am Giebel der Hauptfa^ade steht die Statue der heil. Katharina und auf c^dcr Seite cin Engel, einen Siegerkranz in der doch erhobenen Hand haltend. Während die Giebelseitc an den früher erwähnten Feh- lern leitet, zeichnet den übrigen Theil des Gebäudes mehr Einfachheit und eine viel edlere Zeichnung aus, die das Auge l) D>is f^,serlichc Grabmal dcs sc<!s>>'N 3crd>n,>nls II, rcm, K»>>clb, ' hell, Jungfrau un!3 Nartyr,nn Katharma geweiht.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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