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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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K. Ferdinand I. (1558 — 1564) ist die Erdkugel, worauf vier Fahnen mit eben so vielen Adlern und darüber die Kai- serkrone, als Inschrift liefet man: (ü,ri«to äuco (unter der Anführung Christi). An den vier Seiten über den Bogen des Kreuzes, welche die Kuppel tragen, stellt wanden kaiserlichen Adler, dann das ungarische, österreichische und steierische Wappen, so wie in den durch die Berührung der Vcgen entstehenden Winkeln die Wap- pen der übrigen österreichischen und ungarischen Erbländer und die Brustbilder K. Marimilians II. (1564— 1576) mit einem Adler, welcher die «MdTugel bält, und der Aufschrift: I>l.'uz proviäodn (Hott wird fürsehen); Rudolphs II. (1576 — 1612), unter dem das Himmelszeichen des Steinbocks die Himmclskugel trägt, seitwärts ein fliegender Adler und oben die Worte: I<'u!^et (^aezai-iz azn-uin (es leuchtet des Kaisers Gestirn); K. Mathias (1612—16l9) mit einem Kranich, der einen Stein in dem erhobenen Fuß hält, und dem Motto: l'lrmat victoii» cu,-»in (der Sieg befestigt die Sorg- falt) , und Ferdinands I I . , unter dem sich eine schwebende Krone zeigt, in der ein Palm- und ein Lorbeerzweig kreuzweise gestellt stecken, mit der Aufschrift: I_,LßNimo cei-lantiliuz (den rechtmäßig Kämpfenden). Dem Eintretenden gegenüber befindet sich der Hauptal- tar mit der aus Hol; geschnitzten vergoldeten Scatue der heil. Katharina. Die halbkugclförmige Wölbung der Altarnische, welche darüber liegt, ist durch ein Frcscobild geschmückt, wel- ches die Vcnnäl'lung der heil. Katharina darstellt. Der linke kurze Kreu>csarm hat ein gutes Altarblatt von Antonio I^ol- lucci'), las aber bereits theilweise stark nachgedunkelt hat und auch nicht am besten beleuchtet ist. Es stellt die Erlösung von der Erbsünde mit ihrem Gefolge, dem Tode, dar. Aus der Höhe schreitet nämlich die unbefleckte.Himmclsköniginn liebevoll und mild, von Engeln umgeben und gestützt, der Erdkugel entgegen, welche in düstere Finsternis; begraben in der Tiefe ruht. Auf ihr zeigt sich nur das gefesselte erste Menscheilpaar und der uner- bittliche Tod, der nach ihm seine Knochenhändc ausstreckt. Eva, den durch das Bewußtsein der Sünde vernichteten Adam in ihrem Schooßc, kniet mit reuig vor die Brust gedrückten Hän- den als die Hauptperson dessen, was auf der Erde vorgeht, im >) War !«5, zu I>i»?c ä! 8ai!ß^ im Trcuisanischen qcborcn, Hosmaler dcr Ka,scr Ioscphs l, und K>>rlb Vl., starb in feinem Geburtsorte im i> — — ^ — ' "—
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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