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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 186 -
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Seite - 186 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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186 j ^ Die Mitte der Gruft nimmt ein a» der Seite mit Tcd- tenköpfen ausgeschmückter Sarcopbag aus rotbem spiegelblank polirlen Marmor ein, der aus der Kirche der Clarissinnen ,u Allcndeiligen im Paradcis nach Anfbcbung ihres Klosters l'icr« her übertragen wurde. Auf seinem Teckel ruhen die kolossalen ernsten Gestalien des Enheriogs Karl l l , und seiner Gatiinn Maria von Vaiern; er in voller Rüstung olnie Helm und sie in faltenreiche Nnter- und Obergewänder gebullt. Dieser Sarco- phag scklcs! einst in kupfernem Sarge den Leichnam der letzteren Er!her;oginn ein, von dem aber jeyt fast nichts mel'r übrig ist, wie >nan unter dem etwas verschobenen Steindcckcl ersehen kann. °o) Die Stadtpftrrkirche zum heil. Blut liegt am Anfange der Hcrrengasse und geborte einst ni einem Dominikanerkloster, das im I. 1-iüü Kaiser Friedrick IV. am Iudenwege nächst der kur; vorher erbauten Kapelle <um heil. Vlute gegründet battc. In diesem Jahre wurde auch der Bau der Kirche unter dem Prior des neuen Klosters I'. Menüs Vu- tzel begonnen, und bockst wabrsckeinlick an die ältere Kapelle so angcscklossen, daß diese einen Tbeil, vielleickt das »och beste» hende Ztebensckiff, desselben bildete. Im I. 15^5') wurde die- ses Octtesbaus ;ur Stadtpfarrtirchc erhoben und vier Jahre dar- nach das Kloster auf Befehl des Ercher;ogS Karl I I . von dem Predigerorden geräumt, der beauftragt wurde, in die Murvor- stadt !u übersiedeln und alldort sick an der dem beil. Andreas geweibten Kircke ein neues Kloster ni erbauen. Der Nector des Jesuiten - Collegiums bei St. Aegvden erhielt die Befugnis! vom Herzoge, den jeweiligen Stadtpfarrer, der nigleich En- priestev im Viertel Vorau war, ;u ernennen. — Bei dem gro- sien Aufstände, welcher im I. 1590 wegen Einsetzung »weier katholischen Ratbsberren in Abwesenheit des (5rU'er'ogs Karl l>. ausbrach, wobei das protestantisch gesinnte Volt auck gegen die tatboliscke Geistlichkeit wüthete, flüchtete sich der päpstliche Nuntius Malaspina hierber, allwo er alles Suchend ungeach- tet nicht aufgefunden werden konnte. — Im I. 1781 wurde diese Kirche mit einer neuen Aa^ale und einem scbr schönen Tl'urme verschen. Der jeweilige Tiadtpfarrer wurde im I. 1791 zum infulirten Propste erhoben, der jederzeit Prälat und Landstand, zugleich aber auch im Genüsse des Einkommens einer eigenen, Stadtpfarrhof genannten Herrschaft, die noch Darnxch ,s> S- >:, ric zwcitc Zcilc ron »bcn zu ber,cht,qc». ,
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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