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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 187 -
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Seite - 187 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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18? aus den Zeiten der Dominikaner stammt, so wie das Gottes- haus selbst im Besitze einer eigenen Kirchengült ist. Diese Kirche ist eine der ältesten der Stadt, und beur- kundet ihr Alter ;um Tbeile noch immer nicht bloß im I n - nern, sondern auch von Außen, nur trägt sie, nach der Her- rengasse zu, eine gain neue Facade im neuitalischen Geschma- cke zur Schau. Diese und der schöne mit korinthischen Säu- len an den vier Ecken und auch sonst reich geschmückte, dar- über mit Kupfer eingedeckte und mit reichen Vergoldungen ge- zierte Nln'tlnu»», der sich über dem Giebel erhebt, sind von schöner Architektur und einer Zeichnung, die man außerhalb Italiens, besonders an deutschen Kirchen aus dem vorigen Jahrhunderte selten so rein wieder antrifft. Das mit dorischen Säulen und Wandpfeilern reichverzierte etwas vorspringende Portal; die darüber in zwei Stockwerken mit ionischen und rö- mischen Säulenpscilern sich aufbauende Giedclwand; die in sckön gezierte Nischen gestellten Standbilder!). Johannes vonNe- pomuk, der h. Apostel Peter und Paul und des heil. Ivo, die freilich die Fehler ihrer Zeit an sich tragen; das einfach edle Gebälke der Tlmren und Rundbogenfcnster und der übrige mit weiser Sparsamkeit angebrachte architektonische Schmuck geben der ganzen Fronte eii'.en durchaus würdevollen Charakter. Die- ser Thcil der Kirche ist gain von beliauenen Viereck-, der übrige aber aus mit Ziegeln untermischten Bruchsteinen erbaut. Sowol, der übrige Theil des Acußeren als auch das In - nere zeigen noch die ursprüngliche altdeutsche Gestalt. Chor und Schiff haben äußerlich einerlei Höbe des Daches, das nur da, wo das letztere endet, durch eine Feuermauer unterbrochen ist und über dem Schlüsse des Chors ein kleines unbedeuten- des Vlechthürmchcn trägt. Die den dreiseitig geschlossenen Chcr umstehenden Strebepfeiler, welche gleich jenen der Domkirche zwei cingeschmiegte und mit einem kleinen Simse versehene Absätze haben, enden oben in einen kleinen Giebel, dessen Füllung mit Kleeblättern, Kreisen und sich berührenden Halb- kreisen geschmückt ist. Au der gegen Norden gekehrten Evan- gelienseite, der neuen Fa^ade zunächst, ist am Ansänge des Seitenschiffes noch eine der alten Eingangsthüren übrig, aber durch eine Holzverkleidung zum Theile verdeckt. Sie ist ziem- lich tief eingelegt, mehrfach cingcschmiegc, in den Schmie- gen mit gothischen Altarbäuschcn ohne Standbilder versehen, und durch mehre oben im Spitzbogen sich durchkreuzende dünne . Rundstäbe in vier Absätze getheilt. Neber den Spitzbogen der
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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