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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 189 -
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Seite - 189 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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189 überstehende Seite von weniger hohen Rundbogen durchbrochen ist, die in das viel niedrigere Ncbcnschiff führen und dessen Licht auch in die drei Kirchenschiffe einfallen lassen. Das Ncbenschiff ist auch durchaus im Spitzbogen angelegt und hat in seiner Aus- führung manches Eigcnthümliche. Die dem besonderen Eingän- ge, der in diese Abseite fübrt, zunächst gelegenen zwei Wölbun- gen haben einfache Kreuzgewölbe mit sehr stark vortretenden breiten Ribben; dann folgt ein vielfach eingeschmiegtcr bis an die Wölbung reichender thorartiger Bogen, jcnseit dessen die Ab- seite ein viel künstlicheres Gewölbe zeigt, das bis an die neue kreisrunde, dem heil. Johann von Nepomuk geweihte Kapelle reicht, von der sie eine um eine Stufe erhöhte Marmor-Ba- lustrade scheidet. Dem eben erwähnten Eingänge zunächst be- findet sich noch eine Seitenkapellc mit einer von frommen Gläubigen sehr verehrten Marienstatue. Der Ehor ist durch ein niedriges Steingeländer in zwei Theile geschieden, davon der eine die Chorstühle, eine nicht zu übersehende mit Holzschnitzwcrk gezierte Arbeit, und der andere den Hochaltar enthält, und wird durch fünf Fenster er- leuchtet, die «Heils diesen umstehen und thcils auf der Epistel- scite über dem Oratorium angebracht sind. Von den acht Altären haben nur zweie Bilder von eigent- lichem Kunstwcrthe, nämlich der Hochaltar und die mit ko- rinthischen Wandpfeilern gezierte Iobannes-Kapelle. Das er- stere enthält die Himmelfahrt und Krönung Maria, von (^il>o. I^o!,u5ti '), genannt il 'I'iinoi-etto, einem der genial- sten Maler der venezianischen Schule, der aber schon den Nei- gen der Manicristcn eröffnet. Das Gemälde zerfällt in zwei Gruppen; im unteren Theile umstehen die Apostel, unter de- nen es mehre mit höchst ausdrucksvollen Köpfen gibt, das leere Grab der Mutter Jesu in einer sehr belebten und höchst geistreich geordneten Gruppe, über die hinweg der Blick in eine weite Landschaft hinausgleitet, an der man den tüchtigen Schüler Tizians erkennt. Die obere Hälfte des Bildes zeigt die auf Wolken kniende Madonna, von einer Glorie von En- geln thcils umgeben und tlieils gestützt, Zwischen dem göttlichen Vater und Tohne kniend, welche ihr eben die himmlische Krone aufzusetzen im Begriffe sind. Das Bild, das aber durch Rei- nigen und Ncstauriren schon stark gelitten, hat große Vorzüge, Er wurde ll i« in Venedig qel'orcn, und wci! er der Sohn eines Färbers war, scherzweise der tleme Färber (Ii"i°rel!o> genannl; er starb >5?5 l war e,n Schltt.r T,z>a»ö, Loch Hebte er oas Auffallende uno »crl,eß leider e,e Naturr,chtun>> feines ersten Meisters.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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