Seite - 199 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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einer der gewaltsamsten Stellungen, die man sich irgend den-
ken kann, HieroM'mus, Leopold, Ulrich mit einem Fische auf
dem Buche, und einen anderen Bischof unterscheidet, neben dem
noch jugendlichen Erzherzoge Ferdinand II-, der — das Kreu;,
auf dem der Orden des goldenen Vließes hängt, im Arme,
den Bischofsstab in der Hand — am Vodcn kniet. Ihm zur
Seite stein die Religion, durch die dreifache, mit den Wor-
ten: 5'i<!ez cnlnuücn (der katholische Glaube) bezeichnete
Krone und die reiche Priestertleidung kenntlich, ihn durch Dar-
reichung von Kelch, Schild und Schwert zum Kampfe für den
alten Glauben auffordernd'), und ihm dafür die Kaiserkrone
versprechend, welche darüber schwebende Engel herbeischaffen.
In der Höhe ertbeilt der Welterlöscr dem Grätzer-Schloßbcrge
den Segen, welcher mit dem neuen Kloster- und Kirchengc-
bäude auf einer Tasse von Engeln in der Luft schwebend ihm
dargereicht, und ucn den in den Wolken herumgruppirtcn
Heiligen: Katharina, Johann dem Täufer und Anton von Pa-
dua cmpfolilcn wird. Die Stellung des Heilands, die Anord-
nung der Haare bei ibm und dem Täufer, das in die Wol-
ken gestellte Lamm und die ganze Compositicn sind weit ent-
fernt, jenen Anforderungen zu entsprechen, die man an die
schönen Künste mit Recht macht.
Das urcitc große Altarblatt der linken Schiffscite, das
ohne Nabmcn an die Wand befestigt und böchst wahrschein-
lich von den Clarisscrinnen zu Allcnhciligen im Paradeis nach
deren Aufbebung hierher übertragen worden ist, zeigt in der
Höbe die Madonna mit dem die untere Gruppe segnenden
Kinde und die beil. Clara, und in der Tiefe eine fürstliche
Frau, die Mutler K. Ferdinands II., die von ihr gestiftete Kir-
che sammt dem Kloster im Paradcis, worunter man die Worte
erblickt: rt cl,,' iilüiiu cnniz unicam lnonl» (und meine Ein-
zige aus der Hand des Hundes), zum Opfer darbringend. Hin-
ter ihr steht der heil. Franciscus Seraphicus, ein höchst intc-
>) Der Nand dcr lasse z,i^l V<c Worte i »<!»>>!>!>! >!<! z»«,!»»^!» ix» ot >,».
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t>» Ml,nrb Golt i» nachiorfchl'n,; endlich au> d,n> Sta»,»,c d^5 Urcu-
cr von scmcr Jugend an l>n gutes und sußcs I«ch getragen hat!.
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918