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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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202 Als die größte Nolüthäterinn desselben erscheint die am 1. Jänner 1725 verstorbene Galtinn tes innerösterreichischcn Hofkammer-Rathcs, Anna Katharina Enders, gcborne von Nicdcnaus, deren Grabstein noch rech« in ter Kirche m sehen ist, welche im I. 1706 eine Summe von 47,614 fl. lcgirtc, welche Stiftung im Jahre ihres Todes von dem Bischöfe von Seckau Leopold II,, Freiherr« von Firmian, in Ordnung ge- bracht wurde. d) Kapcllrn. Unter den zehn Kapellen gibt es allerdings einige, die einer näheren Beleuchtung werth sind. Die jüngste derselben ist die des Klosters der barmherzigen Schwestern, welches erst unter der Negierung des gegenwärtigen Monar- chen K. Ferdinands I. auf den Betrieb des Fürstbischofs Ro- man Sebastian (Zängerle) in Gral? gegründet wurde. Nach- dem man nämlich, durch den großen Nnf über die ausgezeich- neten Leistungen der barmherzigen Schwestern bestimmt, eini- ge Novizinnen in das Mutterhaus nach München zum Unter- richte geschickt, ein Stammkapital von 14,009 ft. C. M. als Gründungssond und einen jährlichen Beitrag von 1500 st. C. M, ausgewiesen hatte, genehmigte der Kaiser mit aller- höchster Entschließung vom 16. Februar 1541 die Einfüh- rung der barmherzigen Schwestern in Grätz und die Neber- gabe der Krantenpstegc im allgemeinen Krantcnhause an sie. Die Stande des Landes erwirkten am 1^. September 1541 von Sr. Majestät lie allerhöchste Erlaubnis!, ;ur Gründung des Klosterhauses 5(100 fl. hergeben und u> ihrem Nntcrhalte aus der Doinestical-Kasse jährlich einen Beitrag von 500 fi. <3. M. leisten >>u dürfen, in der Voraussetzung, laß die Schwe- stern eben so wie in Wien auch in Privathäusern ihre wohl« thätigen Dienste ni leisten geneigt sein werden. Am 22. April desselben Jahres erfolgte die Ankunft der ersten Schwestern von München, denen am 24. desselben Monats die Kranken- pflege im allgemeinen Krankcnhause feierlich überantwortet wurde, in deffen einem Theile sie auch anfänglich bis zum Aufbaue eines eigenen Klosters ihre erste Wohnung nahmen. Zu tiefem wurde am 27. August des nämlichen Jahres in Gegenwart Sr. Maj. des Kaisers und Allerhöchst dessen Ge- mahlinn der Grundstein gelegt, und tie Hauctapcllc am 19. Juli 1842 von dem Fürstbischöfe feierlich eingeweiht, worauf tie Schwestern das unmittelbar an das allgemeine Kranken- A Haus sich anschließende Kloster sofort bezogen. —
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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