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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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V ist in Stucco die Krönung Maria dargestellt; ui beiden Seiten desselben und um zwei zur Aufbewahrung der heiligen Gefäße bestimmte Nischen sind so liebliche Engclsgestalten, welche Ker- zen tragen oder Blumen streuen, und deren einer eine Patene mit dem österreichischen und baieriscken Wappen liält, an die Wände gemalt, daß man sie ob ibrer Anmulh immer wieder anblicken muß. Unter diesem schönsten aller himmlischen Ge- nien hat der Maler seinen Namen ^e^)^ cle I^v» und das I. 1597 geseht, und so seinen Namen der Nachwelt bewahrt. — Kleber der Eingangsthüre beginnt, tlieils in den Wölbungen und tbeils in den darunter liegenden Feldern, eine Reibe klei- ner Darstellungen aus dem Leben des Erlösers, deren Anfang aber noch neben dem Altare zu suchen, allwo die Verkün- digung Maria angebracht ist. Diese Vildckcn enthalten den Besuch der heil. Elisabeth; die Anbetung des neugcborncn Heilands durch die Engel; die Huldigung der drei Weisen aus dem Morgenlande; die Beschneidung; den Knaben (Christus im Tempel unter den Schrislgelel'rlen und die Hcch,eit zu Kana in Galiläa. Dem Altare gegenüber ist unter der Flucht nach Aegupten das jüngste Gericht und an der Decke die unbefleckte Empfängnis! Maria, zu deren beiden Seiten symbolische Dar- stellungen derselben mit Inschriften aus der lauretanischcn Li- tanei zu seilen sind, welche sie als den Tburm Davids, den ^ m , civiln8 I>ei, 3cl>!n coeli, t?pecu!liin «inL u.s. w.') darstellen. Mit dem Gaiucn stimmen selbst die purpurroten Noccoco-Tapeten, welche die dem Altar ge- genüberstellende Wand verkleiden, trefflich überein-). Auch das ständische Ioanneum bat eine Hauöka- pclle, in welcher täglich Gottesdienst abgehalten wird. Sie entbält ein selir gutes Altarblatt, die Taufe Clnisti im Flusse Jordan, von I. Stark, das zu seinen besten Werken gehört und sich eben so vonbeilbaft durch das gründliche von iedcr Falbcnkoketteric freie Eolorit, als durch die schöne Zeichnung des Nackten auszeichnet. Besonders gut ist der Hintergrund gehalten, in dem der Menschlieit über dem fernen Gebirge die erste Mcrgenröthe eines neuen schöneren Tages aufgeht. Auch unter den an den Wänden herumhängenden Apcsteltcpfen sind einige höchst ausdrucksvolle Physiognomien. »> Die Waffcrqucllc, die Stalt Gottes, die Himmelsleiter, den Spiegel ohne Flclicn ». s >y. l) 2>>'icnigen, w.lchl' l i, l^ jiapcllc zu silil» wüusllicn, mogcn sich an dc» Hr„.T>)l»rsteI)ir dci t. k. Gul,crnwl-T'!.,sie,u,»ü verwenden.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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