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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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20? ging aber bald ein, da die Landständc zur Zeit der Regierung Kaiser Ferdinands I. und Maximilians I-, und wahrend der Herrschaft des Herzogs Karl i l . allmählig zur neuen Lehre der Kirchen-Reformatoren übergingen. Man riß beim Umbaue des Landhauses im I. 1563 die alte Kapelle ein und verkaufte am 6. März 1572 auch noch die erwähnte Gült, die zwar spä- ter wieder zurückgekauft und dem Stadtpfarrcr gegen dem über- lassen wurde, hier wöchentlich eine Messe >u lesen, was aber nicht mehr gesckieltt. — Hierauf feierten die protestantischen Landständc hier bei «erschlossenen Teuren ihren Gottesdienst. — Die spätere Kapelle wurde erst ein halbes Jahrhundert dar- nach zugleich mit dem alten Rittcrsaale erbaut, und erst in der neuesten Zeit durch die erwähnte Wandnische ersetzt. Die heil. Geist-Kapelle im Gebäude des k. k. Gcneral-Commandc's (Nr. 36), deren Eingang zur ebe- nen Erde unter der Thorwölbung des Hauses sich befindet, und die nur an Sonn- und Feiertagen von der k. k. Feldgcistlich» keit nun Mcssclescn benützt wird, ist mit Fresken, welche die Wölbung und die Wände bedecken, geschmückt und deren eines auch dem davor stehenden Allartischc zum Hochaltarbille dient. Dieses stellt die Ausgicßung des heil. Geistes in der Gestalt feuriger Zungen dar. An der Decke dem Aliare zunächst ist der englische Gruß, in der Mitte die heil. Dreifaltigkeit und über dem Musikchcr die Taufe Christi im Flusse Jordan abge- bildet. Sämmtlichc Fresken sind von dem steiermärkischen Ma- ler Franz Iannek, und der Tabernakel des Altars mit den an- betenden Engeln und dem ovalen kleinen Basrelief der heil. Barbara von weißem Marmor, von Veit Kcninger'). An der Evangelienseitc wurde neben dem Altare dem Feldmarschall- Lieulenant und commandircndcn General in Inneröstcrreich Leouhard Grafen von Nothtirch und Panthen") von seiner Fa- milie ein Denkstein gesetzt, der folgenden sinnigen Schluß hat: »Auch ein Ruf der Liebe ist der Tod.« Die fürstbiscköfliche Residenz (Nr. 153) hat eben- falls eine besondere Kapelle, die von dem gegenwärtigen Herrn Fürstbischof von Seckau, Roman Sebastian Zängerle, in ihre ») Emcm Tiroler. Künssler der zweiten Hälfte des >N, Jahrhunderts, Zöq- Ungc unü sp>,lcr M>ta!>cüe ter k f. Akadenoe ter b,>üen?>n Künste m A3,en, 0er sich m Glay n,elergc!assc» Halle, un» ein tucht,qcr NU?» Hauer war. «> Geboren ,u Pahrcnoorf am «, November >7?:, gestorben m W,cn Ven <». Iun, >«;«.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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