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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 223 -
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Seite - 223 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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223 digung K. Karls VI. dem Kriegsratbc Sigmund Grafen von Trautmannsdorf. Von dem Vcrsatzamtc ist es erst seit dem I. 1826 eingenommen. Nock weiter hinab liegt am Tummelplätze das adelige Damenstift (Nr. 19), ein unscheinbares, obgleich sehr weit- läufiges altes Haus, das aber in seinem Innern noch immer deutliche Spuren des alten, im Spitzbogen angelegten Kreuz- ganges der Kloster zeigt, die sich einst in ibm befanden, und ob seiner Schicksale merkwürdig ist. — Von Außen würde der Fremde dieses Stift von anderen Privalhänscrn gar nicht un- terscheiden, wenn nicht eine niedrige schlichte Mauer, welche sich noch längs der Tummelplatzgasse hiinieht, an Zeiten er- innerte, in denen man in den Städten nocli nicht auf Schön- heit achtete. Hier war einst und bis in das vorletzte Iahrzchend des jüngst abgelaufenen Jahrhunderts ein Kloster der Nonnen des h. Dcminikus. Dieses lag aber zuerst dicht vor der Stadt am sogenannten Grillbüdel außer dem eisernen Thore (siehe S. I^l), allwo illrick Herr von Wallsee, Landeshauptmann in Steiermark, und seine Oiemablinn Diemut von Nolirau es um das Iabr 1308 stifteten'). Wie aus einer Urkunde des Hans von Saurau vom I. 1477 sich ergibt, befand sich da- mals hier bei den Vctfrauen zu Grätz, dem einzigen Frauen- kloster, auch ein Spital, eine Stiftung der Hornecker. Alldort verblieben die Nonnen bis in das I. 1481. Damals sah man mit Vei'orgüiß einer Belagerung des Ilngarkönigs Matbias Hu- nvadu Corvin entgegen und befürchtete, daß das der Stadt zu nahe gelegene Nonnenkloster im Falle einer Besetzung durch die Feinde jener gefährlich werden könnte; darum wurde es ge- schleift, die Nonnen in die Stadt übersiedelt und anfänglich in einzelnen Häusern untergebracht. Bald darauf wurde ihnen die Eggenbergischc Stift (im Paradeis) zunächst dem Kloster und Gottesacker der mindern Brüder zur Wohnung angcwic^ scn, allwo sie durch mehr als zwanzig Jahre verblieben. — Zu jener Zeit war nächst dem Tummelplätze ein Kloster der Vrüdcr des heiligen Franciscus mit einer dein heiligen Leon- hard geweihten Kiräie, welches K. Friedrich IV. im Jahre 1463, durch den beredsamen Johann de Capistrano dazu be- wogcn, hier gestiftet hatte. Im Jahre 1515 nun wurden auf D<>' Domimk,,n>'rmncn »mlilcn entweder «zoz odcr noch frecher von Ul- r>H gcsNfict worden sl',n, d» er m einer Urkunde vom >«. Juni >'»« (Meine neue Stellung, z» Ehren der hc,l, Mar,,, gegründet.)
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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