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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 228 -
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Seite - 228 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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228 welches die Stadt auftuweisen hat. Die Stände ließen es im I. 1599 durch Themas Auer und Marimilian Weining gie- ßen. Die schöne Zeichnung an den Figuren, die Zierlichkeit der Arabesken, die Neinbeit des (Busses und das Sinnige der ganzen Anlage verratlien Künstler, die man auch heul ;u Tage noch nicht gar zu häufig antrifft. Der der Herrengasse nigekelnte Tkcil des Gebäudes ent- hält den Sitzungssaal der Verordneten und des AusschusiratDes, das Empfangszimmer des Landeshauptmanns, die Arbcitc>um- iner der Verordneten, das Eecretariat und die 5ta»Ucien der verschiedenen ständischen Aemtcr, die Kassen u. s. w. Hier hat man auch das ständische Einreiäiungs-Protokoll und Erpedit zu suchen. In demjenigen Flügel, welcher dem Zcugl>ause Zu- nächst liegt, befindet sich die ständische Vuchl'altung. Im Zwei- ten Hose des Landhauses befinden sich ;ur ebenen Erde die steicrmärkische Sparkasse, im zweiten Stockwerke das t. k. Gu- bcrnial - Nechuungs-Departement für die directe Besteuerung, und lm ersten die alte ständische Registratur und das Archiv, das einen großen Sckatz an Urkunden und anderen Quellen für die Geschichte des Landes besitzt, der um so wichtiger ist, als die Staude der Prcvim bivlier sonst bei Allem becheiligt ge- wesen, was irgend zum Frommen des Landes getlian oder ge- sprochen worden ist. Unmittelbar au das Landhaus schließt sich das ständi- sche Zeughaus an, ein gleich ehrwürdiges altes Gebäude, wie das Landhaus, das sich in vier etwas gedrückten Stockwer- ken erhebt, ein mit Wappen geschmücktes Portal und die Iahrs- zal,l 1644 zeigt, neben dem sich auf jeder Seite eine Nische und in ihnen die durch die Unbild der Zeilen ergrauten Stand- bilder des Mars und der Vcllona befinden. Die Entstehung eines ständischen Zeughauses fällt höchst walnscheinlich in sehr frühe Zeiten, da die häufigen Einfälle der Magvaren und Türken, denen die Slcicnnark in früheren Jahrhunderten aus- gesetzt war, durch die Noidwendigtcit des Schutzes eine reich- gcfüllie Naffcntammcr erheischten; es ist jedoch nicht unwahr- scheinlich, daß ein größeres Zeughaus erst zu jener Zeit ent- standen sei, als Herzog Karl I I . die Stände ,ur Milgenosscn- schaft bei Verteidigung der windisch-croatischen Gränzc um das I. 1578 bewegen hatte; allein dieses Gebäude ist erst viel später erworben worden. Es kauften nämlich die Stände kraft Einstandsrechtcs am 16. März 1639 das damals sogenannte
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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