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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 231 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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831 das große, durchaus uvci Stockwerke hohe Haus, in dem sich auch der Lescuerein, die Kanzlei der k. k. Landwirthschafis-Ge- sellschaft und eine Hauskapelle (siehe S. 295) befinden, und der ssustos mit einem Zimmerwärter und einiger Dienerschaft, so wie auch las Gartenpersonalc wohnen, derzeit ?wei geräu- inige Höfe, deren ersterer auf zwei Seiten von drei überein- ander stehenden Arkadenreil'cn begräntt ist, welche dem Ge- bäude ein italisches Ansehen geben und die geeignetesten Räu- me ;ur Aufstellung eines Lapidariums darbieten, wo^u freilich erst ein schn'achcr Anfang gemacht ist, der aber durch die Ver- einigung aller in Grätz und dessen nächster Nmgebung vorban- deneu romischen Denkmäler allein schon ansehnlich erweitert werden tonnte. Gegen die Naubergasse hat das Gebäude eine Mir stattliche, aber doch ungleiche und in einem Winkel ge- brochene fronte, indessen die dem botanischen Garten zuge- kehrte Rückseite eine bei weitem hübschere und auch gleicharti- gere Fac-ade darbietet ^). Das dem Joannen»! benachbarte Haus Nr. 383 ist das t. k> Tabak- und Stämpelamts - Gebäude, in welchem die k. k. Cameral-Be;irtsverwaltung für die Hauptstadt Grätz und für den Grätzer-Kreis, das k. k. Landrecht und Krimi- nal-Spruchgericht im Hcnogtbume Steiermark, und das k. k. Gefällen - i^ bergericht für Steiermark, Kärnten und Krain idren Amtssil; haben. — Es hieß einst der Seckauerhof nach seinen, früheren Eigenlhümer, dem Tomstifte der regu- lirten Chorherren m Scckau bei Knittelfeld in Obersteiermark. Die Stifter der regulirten Chorherren von Scckau und Vorau kauften nach Austreibung der Protestanten, nämlich den 15. Jänner 1s>!)3, un'ammen von den Stänken die Behausung des sogenannten Nauoerhofes sammt dem Hofgartcn :c. bei der Ringmauer, davon das Stift Vcrau den einen halben Theil am 29. Juni 1611 an das Stift Scckau verkaufte, eiuen Thcil davon hingegen behielt, und darauf später dieses große Gebäude erbaute. Nach Aufhebung des Stiftes Seckau am 29. April 1799 kam es in Privathändc und erst in un- seren Tagen durch Kauf in den Besitz des k. k. Aerariums. Dieses Hans wird nur durch ein mittelalterlich-schlichtes uud kleines Bürgerhaus von einem andern Aerarialgebaudc (^lr. 385) getrennt, welches die t. t. Camcral- und Welche ein lcm Werke bcigcgcbcner Stahlstich «nschoulich »lacht.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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