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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Kriegskassen und die Provinzial-Staatsbuchhaltung beherbergt, und srül'er nach dem Stifte der regulirien Clior- hcrren zu Voran, welches noch bestem, der Vcraucrl'os hieß. Dieses Hau«., zu dem auch ein Carlen gehörte, kaufte das Stift im I. 1637, ließ noch in demselben Jahre den Grund- stein zu diesem Hause legen und bis 1675» ga,n ausbauen. Von da an blieb es im Besitze dieses Stiftes, bis ei im I. 1823 der Staat an sich kaufte. Dergleichen Häuser, Höfe genannt, befassen aber in frü- heren Zeiten in der Hauptstadt säst alle Stifter und Abteien des ganzen Landes, in denen stets einige (Geistliche des Klc- stcrs cter Stiftes wegen verschiedener weltlicher Geschäfte wohn- ten, und auä' der Abt oder Propst derselben, der schon als Landstand sich öfter in Grätz aufhalten mußte, sein Absteig- quartier hatte. Geht man durch das Tabakamts-Gebäude hindurch in die Neuthorgasse, so steht man vor dem Gebäude der t. k. Mi- litär - Montours - Octo » omic - Ccminission (Nr. 423), das einst ein Kloster der barfüßigen Karmeliter Nonnen war, denen auch die daranstosiende Kirche, welche sich auch jetzt noch sogleich als solche ankündet, aber derzeit in ein Magazin ver- wandelt ist, gehörte. Dieses Kloster wurde von der zweiten Gemahlinn des K. Ferdinands I I - , Elconora Gcinaga, im I. 1641 gestiftet und der Vau durch die reichlichen Beiträge des K. Ferdinands III. ihres Sliesfohncs, seiner Gcinahlinn Maria und des Erzherzogs Leopold Wilhelm, Bischofs von Passau, möglich gemacht, aber erst im Jahre l654 vollendet. Die vier ersten Nonnen wurden aus Wien herbeigeholt, jedoch erst nach fast 'Zweijährigem Aufenthalte theils im Kloster der Karmeliter, lheils in einem Privatliause nächst der Vurg, am 12. Mai 1654 in ihm die strenge Clausur eingeführt. Die Kirche wurde erst am 26. September 1660 von dem Bischöfe von Seckau, Johann IV. Mar Altringcr, einem Bruder des im Schwedcntriege bekannten kaiserlichen Generals, feierlich eingeweiht. Das Kloster wurde mittelst Hof-Resolution vom 12. Jänner 17^2 aufgehoben und damals auch die Kirche ge- sperrt. Im I. 17d4 wurde das ganze Gebäude dein k. k. Mi- litär-Aerar übergeben. Später kam auf einige Zeit ein Mili- tär-Erzichungshaus hinein, und endlich erhielten Kirche und Kloster ihre gegenwärtige Bestimmung. j
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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