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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 234 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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aller Beachtung und Schonung würdig ist. Im grosien Naths- saalc wird ein altes Geriäusschwerl gezeigt, welches in frühe- ren Zeiten die Stadtrichter bei allen ihren ämtlichen Hand- lungen getragen haben sollen. Dasselbe ist gan; mit Inschrif- ten bedeckt, welche für die Geschichte der Reihenfolge der städti- schen Obrigkeiten von Bedeutung sein dürften. Durch einige in der Herrengasse liegende Durckchäuser ge- langt man über den Mehlplatz in die Färbergassc; alldort sind die Gebäude der k. t. Normal-Haupt schule (Nr. 122) und eine Kaserne (Nr. 121), welche nock jetzt im Schema- tismus als k. k. Vcrscrgungs-Anstall bezeichnet ist, be- merkenswert!,. — Das »frstcre l,ies! sonst F-erdinandeum nach dem l'ier frü!,er bestandenen ß-nielniugsliause; es legte näm- lich Enher'og Karl im I. 1574 den Grund zu einem neuen Scminariums-Gebäude, damit arme Kinder ihre Studien dar- in ohne Unkosten fortsetzen könnten. Sein Sohn Ferdinand II. vermehrte und bestätigte die Stiftung, und gab ihr Zugleich die Bestimmung, die Musik in der Hoftirchc zu versehen. Nach ihm wurde es von da an Ferdinandeum genannt. Aus ihm gingen viele tüchtige Männer hervor, wie z. V. die Kardinale Oberhard Nithard und Gcntile Vanjohanncs von Ancona u. m. A. Die Kaiserin» Maria Theresia vereinigte nach Aufhe- bung der Jesuiten im Jahre 1775 diese Stiftung mit dem h'cnvicte und dem sogenannten Iosephineum unter dem Na- men des Studenten-Scminariums in dem ehemaligen ßolle- gium der Väter der Gesellschaft Jesu. Im darauf folgenden Jahre am l i. April wurden die Mädchen des Waisenhauses, das sich bis dahin in jenein großen Gebäude nächst den Do- minikanern befand, welches nun in eine Kaserne umgewan- delt ist, in dieses Gebäude verseht und bei Gelegenheit der Gründung der deutschen Normal-Hauptschule am 4. August 1775 diese hichcr verlegt, wo sie sich noä» immer befinden. .— Die Letztere war noä! im I. 1776 ein Privatgebaude' in diesem Ial'rc wurden die Knaben des Waisenhauses aus der Murvorstadt hierher übersetzt und verblieben in diesem Hause bis zum I. 1785, in welchem es als eine selbstständige An- sialt aufgehoben wurde' während des Baues des neuen Nath- hauses war es der Sitz sammilichcr Magistrats-Behörden, end- lich im Ansänge des neunzehnten Jahrhunderts erhielt es seine gegenwärtige Bestimmung. In der Hcfgassc liegt das Gebäude des k. t. akade- mischen Gymnasiums (Nr. 44), ein zwar schmales, vier
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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