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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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welche das Jahr seines Umbaues angibt. Aus einem runden Fensterclien zunächst unter dem Dachgesimse drangt sich, dräuend mit Schwert und Schild, ein hölzernes Türtenbild heraus, an das sich folgende durchaus unverbürgte Sage knüpft. Drei Iabrc nach der vergeblichen Belagerung Wiens scll (1532) ein Sckwarm von 4<!M) Türken unter der Anfülnung Ibra- him Paschas bis nach Grätz vorgedrungen sein. Die Bürger, unvorbereitet und überrascht hätten die Stadt verlassen, sich in das Schloß zurückgezogen und die Feinde jene besetzt. Hier scll der türkische Heerführer gewohnt, hier soll ihm eine Ka- nonenkugel vom Tchloßbergc herab, der von den Bürgern auf das nachdrücklichste vertheidigt wurde und den er nicht erobern konnte, den Braten aus der Schüssel geworfen und diese un- willkommene Störung ihn zum Abzüge mit der Acußerung bestimmt haben: „Die Stube chne Ofen (die Stadt chnc Schloßberg) nütze nichts." Aus Nacht habe Ibrahim Feuer in die Stadt geworfen, welches einen Thcil derselben und das erst neu erbaute Landhaus einäscherte; zum Andenken an diese Begebenheit soll dieses Wahrzeichen errichtet worden sein. — Allein der Glaubwürdigkeit dieser Sage steht entgegen, daß die vielen ständischen gleichzeitigen und späteren Schriften auch nicht mit einer Svlbe dieses Brandes erwärmen; nirgend eine Spur desselben sich zeigt; ja an den Außenwänden des Domes sogar unversehrte Gemälde aus früheren Zeiten ohne einige Spur eines Feuers bis auf unsere Tage sich erhalten haben'). — Hinter diesem Pallaste zieht sich ein zu ihm gehöriger recht angenehmer Garten den Schloßberg binan. Diesem Gebäude stelu der sogenannte Eselsstall (Nr. 54) gegenüber (siehe S. N6) ; in der benachbarten Hofgasse ist das Haus Nr. 47 darum bemerkenswert!), weil hier einst und noch 1728 das kaiserliche Münzamt war; neben demselben sind thcils in dieser Gasso und theils am Frainensplahe zwei hübsche, große neue Häuser, in deren letzterem (Nr. 43) sich gegenwärtig das adelige Casino befindet. Am Karmelicerplatz sind mehre alle stattliche Gebäude, die einst auch, wie fast alle größeren Häuser der Stadt, den hechadeligcn Familien des Landes gehörten, so z> V. das Haus Nr. 59 zur Zeit der Erbhuldigung K. Karls VI. dem Max Grafen von Schrattenbach, und Nr. 60 Sr. Excellenz dem Georg Wilhelm Grafen von Gallcr; das Haus Nr. 62 war »> S'chc W>>rt,,iglc 5 Aussah u!>« las Landhaus a, a, O. S, l«l u, l " .
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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