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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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ebenfalls bis zur Unkenntlichkeit des Platzes durch den Schutt verborgen war, der Vergessenheit zu entreißen, und auch sie wurde bald dem Zwecke entsprechend wieder hergestellt, wodurch die Möglichkeit der Wohnlichkcit dieses Felübergcs bedeutend gewonnen hatte, und für die nachfolgenden Parkanlagen zu- gleich die ncthweudigen Vorbereitungen gelegi wurden. Der lange gehegte Wunsch, den Verg nach allen Seiten für öffentliche Spaziergänge einzurichten, kam erst im I. 1839 zur Ausführung. Scl'on seit mehren Jahren hatten die Her- ren Stände die Absicht, den Schloßberg nach einem geregelten Plane in einen Park umstalten ui lassen; nun erbot sich dazu Herr Feldmarschall-Lieutenant Baron von Welten, ein Freund der Gartenkunst, welcher nach einem den Herren Standen vor- gelegten umfassenden Plane den dürren kahlen Felsenhügcl in einen Park umzustellen gedachte. Mit Freuden ergriffen die Herren Stände dieses Anerbieten, übertrugen dem Hrn. Ba- ron die Leitung der Arbeiten und widmeten diesem Nnterneh- men bedeutende Kosten. Mit der Ausführung dieses Planes wurde im Herbste 1839 begonnen, und bis jetzt fortgefallen, wodurch nach und nach Wege und Straßen, Hütten, Pavillons und Lustwäldchen mit vielem Geschmacke angelegt und ver- theilt wurden. Diese nun etwas näher kennen zu lernen, wollen wir einen Spatziergang dahin unternehmen, und überall etwas verweilen, wo der Blick besonders gefesselt wird. 8- «. Beschreibung des Schloßbcrgcs. Der Schloßberg bildet einen aus der Fläche ziemlich steil ansteigenden Berg von nahe -4W Fuß, der von Süden nach Norden sich erstreckt und dort seine größte Höhe erreicht. Die westliche gegen den Fluß gekehrte Seite ist schroff, während die östliche sanfter abgedacht ist. Die Gebirgsart, aus der er besteht, ist der in den nächsten Nmgcbungcn vorherrschende Ilebergangskalk, der stellenweise in Dolomit übergeht; auf be- tcuicnler Höhe findet man noch Lager von Sand und Ge- schiebe. Bis aus die schroffe Westseite ist er fast ganz mit einem blumenreichen Rasen bedeckt, aus welchem sich einzelne Gebüsche erheben, und da auch die Vlumcndecke häufig von hervorspringenden Felsparthien unterbrochen wir?, so ist dicß Terrain für Parkanlagen sehr vortheilhaft. Geschickt hat hier die Kunst, was die Natur andeutete, zu Vervollkommnen gc-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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