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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 258 -
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Seite - 258 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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sind viele derselben abgestorben und mußten durch junge Sta'mm- chcn ersetzt werden; andere bat der trockene, beiße Sommer des I. l>^34 wegen Mangels an nireichender Pegiesiung da- bingerafft; ganze Alleen sind den Neubauten nun Opfer ge- fallen, und wieder andere der versperrten Aussicht wegen von den Vewolincrn oder den Eigentlnimern der daraustcßenden Hauser gefährdet und langsam ni Grunde gerichtet worden; die lierrliche Aussicht ist schon größtentl'cils und wird von Tag zu Tag noch immer melir verbaut; der Nasen vom Hufe der Pferde, die elegante Reiter auf ihm olnic Scheu helumnnn- meln, zerstampft, vom Schritte des manöverirenden Soldaten zertreten, und lnerdurch Grätz bereits eines Tkeiles derjeni- gen Annehmlichkeiten beraubt worden, um die cs sonst an- dere Städte beneideten. Das immer weiter gebende Perbauen der Esplanade wird aber auch in Aalte seinen nachtl'eiligen Einfluß auf den Gcsundbeits;ustand der Vewolmcr auszuüben nicht säume», und die Mortalität« - Verhältnisse werden sich in Zukunft auch hier, wie schon früber anderwärts, gewiß min- der vortbeilliaft gestalten als vordem. So viel des Anmutbigcn und wahrhaft Preiswürtigen in der Anlage aber auch hier in den letzteren Ialnen schon zerstört worden ist, so gewährt das Macis doch noch immer des Schönen so viel, daß hierdurch der Aufenthalt in Grätz noch lange einer der reitendsten, gesundesten und für ältere oder schwächere Personen, die keine weilen Spaziergänge unter- nehmen können, zugleich bequemsten in der Monarchie bleiben wird. Schönere Alleen von Roßkastanien, als das kleine Ola- cis schmücken, kann man nicht leicht irgendwo anders antreffen; aber auch auf dem großen Glacis lassen noch immer einzelne Strecken der alten Alleen von Roßkastanien u»V ^inlenbäu^ men,. welche sich längs des beleckten Weges rahin;iel'en und deren Anpflanzung der ständische Vau-Inspector Iovaxn von Formentini im I. 17X? mit besonderer Sorgfalt bcwertstelligle, auf die alte Herrlichkeit der Grätzer-Esplanatc schließen, und unter den jungen Anpflanzungen erfreuen bereits einzelne Tl'eilc der im I. 1534 am Navclinplatz vor dem i>r>n>'encn,orc in der Nahe des Circus angelegten Vosqucts das Auge auf eine recht angenehme Weise. Andererseits werden die ^eirohner von Grätz im Laufe weniger Jahre auch, wenigstens zum Thcile, durch die jugendlichen Vaumreilicn, welche vom Eisen- zum Frankens-Thorc in den I. 1^2X bis 1^32 uud vom Fran- zensthor gegen das evangelische Bcthaus hin in den I.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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