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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 266 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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man hier römische Denkmaler und unter anderen auch jenen dem <5. Duronius Martialis gesetzten Stein gesunden haben, der noch jetzt in der Burg (S. 2l4) zu selieu ist. — Am Ende dieser Gasse liegt auch das t. k. Mili lär-Verpflegs- Maga;in (Nr. -l2l>. Unter den übrigen Gebäuden nelnncn das Kollegium dcr Jesuiten uud die daraustcßendc Pfarrkirche zu Hl. Anna im Müuzgraben den ersten Platz ein. Das Erste« war einst ein «lcster der reformirten oder barfüßigen Augu- stiner, welche der damalige Landesliauptmann Ichann Max Graf von Herberstein') dadurch in Gratz einführte, daß cr im I. 1655 das spater sogenannte Ferdinandeumsgut (Nr. 672) zu St. Lccnhard in Grätz kaufte und ihnen anfanglich zur Wohnung und spater zum Spital einräumte. Ein Kloster aber ilnicn lncr >u erwirken, gelang erst nach vielen und heftigen Kämpfen"), welche vorzüglich au» dcr Furäu vor ihrem Sain- niclrcchle, wodurch mehre der bereits bestehenden Mönchsklö- ster in ihren Bezügen beeinträchtigt zu werden besorgten, »er- vorgingen. Erst nach eilf Ial,ren, zwei Jahre nach der Schlacht bei St. Gcttl)ard, nachdem sie sich des Sammelrechtcs begeben halten, crtheillc K. Leopold I. am lN. Mai 1666 unter der Bedingung die Erlaubniß zur Gründung dieses Klosters, laß die chnelün armen Bewohner dieser Vorstadt nicht durch das Almosensammcl» belästiget werden sollten. Der erste Grund- stein zu demselben wurde von diesem Monarchen, jedoch erst am 12. Oktober 1673 gelegt. Ter Bau ging nun so rasch von Statten, daß das Kloster schon drei Ja!'« darnach, die Kirche aber mit den beiden Thürmcu erst im I. 16!W been» dct wurden. Dazu trugen besonders die durch die Mönche die- ses Ordens den Bewohnern während der Pest im I. l6Al) geleisteten vielfältigen Dienste wesentlich viel bei, indem ihnen die (Kinwohner diese theils durch reichliche Spenden und tbeils dadurch vergalten, daß man ihnen den Revers, wodurch sie auf das Sammeln verzichtet hauen, zurückstellte. Auch die Predigten des eben damals hier anwesenden berühmten Paters Abraham » 8t. ^lai-a mögen nicht wenig zur Förderung des Auedaues beigetragen haben. Die feierliche Einweihung ge- schah erst im Todesjahre (17N5) K. Leopold II. am vierten Sonntage nach Ostern durch den Seckauer-Bischof Franz An- ») S>ehc »l'ss.'N B,oaraphie in l>er neuen Folge ücr steicrmarl. Zeitschr,,!. tzjratz, «U,z, , Iahrg, >, Hcft, B »U. »1 Welche Dr- Polsterer «. «. ü- S- »«i — l,7 erzählt.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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