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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 267 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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ton Grafen '.'cn Nagenc>berg. Im Laufe des achtzehnten Jahr- hunderts erhielt der Orden die Vefugniß, allhier ein philoso- phisches und theologisches Haus - Studium zu errichten, und im I. 17^7 wurde ihm eine der zehn Pfarren zugewiesen, in welche Gratz damals gcthcjlt wurde. Im Besitze des Klosters verblieb der Orden biö zum I. 1^0^, in welchem er genöthi- gct wurde, seine (Glieder in das Ordensbaus ;u St. Johann bei Herbcrstein im östlichen Theile des Grätzer-Kreises zurück- zuziehen und Kloster, Pfarre und Kirche dem Orden der Do- minikaner zu überlassen, welcher aus der Murvcrstadt von St. Andra hierher zu übersiedeln veranlaßt wurde. Dieser Orden blieb aber auch nur bis zum 19. Jänner 1832 im Besitze des- selben, an welchem Tage nach Auflösung des Toininitancr- Klosters die Inventur vorgenommen und hierauf das Haus (Nr. 379) den Jesuiten eingeantwortct, die Pfarre (3tr. 324) aber davon getrennt und dein Säcular-Clerus übergeben wurde. Der Orden der Gesellschaft Jesu geborte der Steiermark schon früher einmal durch beinahe zwei Jahrhunderte an ') . Als nämlich die protestantische Lehre im Lande iinmcr mehr sich ausbreitete und Erzherzog Karl I I . , ein weiser, nur in seinen letzten Lebensjahren durch Leiden des Körpers und der Seele geschwächter Negent, kaum erst die Regierung angetre- ten hatte, kamen anfänglich einzelne Icfuiten in die Steier- mark (1564), und predigten an mehren Orten, so auch in Grätz, nicht ohne Erfolg. Seine junge, ihm 1571 angetraute Gatlinn Maria, Tochter Herzogs Albrecht V. von Vaiern, aus ihrer Heimat dem Orden schon befreundet, übte bald größeren Einfluß am Hofe zu ihren Gunsten aus. Der redegewandte P. Stephan Khemcl wurde noch in demselben Jahre, vorzüg- lich zur Abhaltung der Fastenprcdigten des nächstfolgenden Iah- res (1572), hierher beschieden, mit dem glänzendsten Erfolge verwendet, aber noch in demselben Jahre von der Pest dahin- gerafft. Als nun die evangelischen Landstände dem Erzherzoge an seinein Namenstage eine mit Perlen und Steinen reich- verzierte evangelische Bibel vereinten, da fing die durch das kühne Auftreten der Protestanten cingefchüchterte Frau den möglichen Einfluß dieses Geschenkes zu fürchten an, und suchte Ralh und Hülfe bei ihrer Familie in Vaicrn. Der Herzog, ihr Vater, sandte hierauf durch den stcicrmarkischen Hoftanz- >) S. I, !lvartma>'r'§i Kurzqef>>!>te Geselchte »er Bteiermarf. Grätz, !»,,. ?. «,, und I. B von Wmklcrn: lZhronologischc Gcsch,chtc i>ci Her- Sk O u^. H, »i« u. f.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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