Seite - 273 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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nen einugen sogenannten Platz, dafür aber 14 Gaffen, unter
denen sich mebre durch Regelmäßigkeit auszeichnen, und 229
meist niedliche Häuser, diejenigen nicht mitgerechnet, wclcke
eben erst jetzt auf dem Grunde des Stattpfarrbofcs neu er-
baut werden, und mcbre Gaffen >u bilden bestimmt sind (siehe
S. 106). Anter dieser Häuscnahl haben 123 bloß ein Erd-
geschoß ; dagegen 76 ein, 28 zwei und 2 drei Stockwerke über
demselben.
Zu beiden Seiten des nierst genannten Vachleins, den bei-
den früber beschriebenen Vorstädten ninäckst breitet sich über
eine sanfte, grüne Anböhc, die vielleicht einst der Grillcnbü'
hel genannt worden sein mag (siehe S. 19l), der sonnig ge-
legene , an erotischen Pflanzen reiche Garten des Frciberrn
Ludwig von Mandell aus, dem das schöne Landhaus, welches
die Höhe des Hügels krönt und aus dessen Fenstern man sich
eines berrlichcn Ncberblickes auf das große Glacis und die da-
hinter gelegene Statt sammt dem Schloßberge erfreuet, m
keiner geringen Zierte gereicht. Auf einer ähnlichen sanften
Anhöbe am linken Ilfcr des Krcisbachcs liegt auch das große
Neugc baute Sr . k. k. Hoheit des durchlauchtigsten
Erzberzogs I c h a n n , das in den Jahren 1841 bis 1843
aufgefübrt wurde und das in Bälde auch ein hübscher Garten
umgrüncn wird.
In der zwar langen, aber stark gewundenen Gaffe, die vom
großen Glacis weg, an diesem Gebäude vorüber zur St. Leon-
hardcrkirche und auf die Nies fübrt, und die fast durchgehends
aus getrennt licgcnden Häusern bcstcht, sind besonders jcne
Gebäude (Nr. 653 und 654) bemerkenswert!), die von einem
Privatmanne, dem Herrn Ioscph Kobcr, in den Jahren 1840
— 1842 zu Kasernen erbaut wurden und in denen die bier
garniicnircnde Kavallerie untergebracht ist. Näbcr der Stadt
gelegen ist das Haus Nr. 637, welches einst dem Ferdinan-
deum gehörte und Zöglingen und Lehrern zum Sommcrauf-
cnthalte diente. Endlich ist jenseit der letzten Reiter - Kaserne
noch das Haus Nr. 672 nicht zu übersehen, von dem bereits
S. 266 die Rede war.
Am Ende dieser Gasse liegt die dem beil. Lconbard
geweibtc Pfarrkirche, ein äußerlich zum Thcilc mcdcrnisir-
tes Gebäude, mit einem sehr bobcn und schlanken Thurme, las
aber denn doch von Außen die alten Strebepfeiler, die beson-
ders am dreiseitigen Chorschluffe zu sehen sind, und im In»
nern seinen altdeutschen Baustil, zeigt. Die Kirche ist sehr alt,
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918