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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 274 -
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Seite - 274 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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jedoch kann man die Zeit ihrer Erbauung nicht mii Bestimmt- heit angeben. Oft wird sie von Schriftstellern mit der alten, abgebrochenen Kirche der Dominikaner-Nonnen am GnIIbühel, zuweilen sogar gröblich mit der alten Kirche am Tummelplatze, die beide dem heil. Leonhard gewcihl waren, darum verwechselt, weil auch die letztere ciust vor der Stadt lag. Die Kirche l'at nur ein Schiff'), lautenförmige Gewölbe, deren Gurten nicht stark über die placken demselben bcrvortreten nnd an den Seitcnwänden über Wandpfeilern enden, welche E.iulenbimlel bilden, die cbc» mit einer Art Knauf verschen sind, der aus Schlangen, Blättern nnd anderen nicht Nl erkennenden Din- gen gebildet ist; was sämmtlick auf ein hclics Aller des Baues hindeutet. In gleicher Weise sind auch die Schlnsisteine der Gewölbe mit mancherlei Figuren verliert, die man nicht immer cntralhscln kann. Nnter den (Gemälden dieser Kircke verdie- nen genannt zu werden: Tas Hockaltarbild von 31. Weißkir- cher, welches in der Höhe die Madonna mit dem Kinde und in der Tiefe den heil. Leonbard in schwarzer Mönchskleidnug, Buch, Tiara und den Bischofsstab ;u seinen Füßen, darstellt, dessen 5lopf »nan auf eine recht geschmacklose Weise mit einem Heiligenschein von Rauschgold eingefaßt hat; ;u seiner Neck- tcn stehen die beil. Apostel Andreas nnd Jakob der Größere, nnd ihm ',ur Linken die beil. Evangelisten Matthäus und Ic- hannes. TaS Bild erinnert in der ganzen elwas dunkleren Behandlung an derselben Meisters drei Gemälde im Mün>- graben. — 3er rechte Seilenallar bat ein Altarblalt von dem Ritter von Molk, welches den heil. Florian darstellt und eine der besten Arbeiten dieses Meisters ist; obwol auch in ihm die Färbung lebhaft, ja grell, die Luft weich und die Drapperie prunkvoll ist, so ;eigt sich das Game denn doch mit Geist und Geschmack behandelt. — Tarunter ist eine sedr gute von Ioh. Rav;i 1839 verfertigte ßopie tes Hochaliarblaltes, welches Kup- pclwieser für die Dominikaner-Kirche in Wien gemalt, die Himmelskcniginn mit dem Kinde im Arme zeigend, von En- geln umgeben, welche theils Inschriften, theils den Noscnkran, halten, der um den Woltenkrain, worin die Madonna thront, geschlungen ist; unten kniet rechts der heil. Dominnuc. und links sitzt ein heil. Papst, mit den Himmelsschlüsseln und dem Patriarchcnkreuze in der Hand, und einer Schriftrolle vor sich, die auf einer Marmor-Ballustrade liegt, über welche man auf ein s' Kirche >st ü K!af,.r lan.i, , Klaftrr « Tchub >>",!; l)>U «n ß ' Fl,li und fa!,l i>« Sc^Irn,
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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