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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 276 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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häufiger wurden, eröffneten die deutschen Herren im I. l583 hier eine allgemeine Frei- und Zufluchtsstätte, wie noch beut zu Tage in nachfolgender Inschrift ,u lesen ist, welche sich an dem der Kirche benachbarten Hause der deutschen i?rdens-Ccm- mcndc (Nr. 759) zeigt, und die folgender Masten lautet: ll2>iei> äiu vun un<! «um Dock) erwälint K. Friedrich IV. schon in einer Urkunde vcm I. 14^5, welche sich in der Landhantfestc findet, das« das deutsche Ordcnsbaus in der Stadt (siehe S. 246) das Asylrecht habe: «das von Alter ist herkommen." Zu Ende des achnebnten Ialirbunderts wurde diese Kir- cke von den Hapu'>iner-Välern ain Graben besorgt. Nach ü'rer Aufhebung sorgte aber der deutsche Orden für einen Priester, der nächst dieser Kirche im Commendehause wohnt. Die Kirche ist unstreitig einer der merkwürdigsten altdeut- schen Kirchcnbaue in Gräh; aber auch sie ist durch mancherlei Neuerungen entstellt; so sind die beiden ungestalteten Tbürme, welche die Abendseiic cinnelnnen, und mit einem Pyramiden- artig aufsteigenden Ziegeldach« eingedeckt sind, offenbar erst viel später zugebaut worden, und stammen hockst wahrscheinlich aus den letzten Iabren des fünfzehnten Jahrhunderts, worauf auch tic Ialns^ahl, der Inschrift, welche unter der Madonna am Haupttdore sich -,eigt und: Vii-ss«» N^i <»!l> 15,0« lautet, hinzudeuten scheint; von den Fenstern wurden jene der Evan- gclienseite sämmtlich vermauert, und zum Thcile auch ein und das andere der entgegengesetzten Seite und des <5hors; end- lich ist auch noch an der südlichen Langseite eine Stiege an- gebracht worden, die auch mr Verunstaltung des ursprünglich einfachen Baues nickt wenig beiträgt. — Ihr hohes Aller kün- digt gleich die Schauseitc an, die an jene Ursprünglickteit des Baues altdeutscher Kirchen erinnert, an denen die Thürme stets an die Giebelwand gestellt und einander möglichst nalie gerückt sind, wodurch die zwischen beiden liegende Wand !c schmal geworden ist, daß die nur um eine Stufe erhöhte (5'in- gang5ihürc nicht nur diese gain ausfüllt, sondern auch einen , .
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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