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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 279 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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wegen der in Milch, Kaffeh und Gefrornem bestehenden Erfri- schungen seit einiger Zeit sehr zahlreich besucht werden. !>) Das Viertel Gcidorf, am Fuße des Roscnbcrges überaus reuend gelegen, ja ,um Thcile auch sogar über ihn sich ausbreitend, ist unstreitig eine der angenehmsten unter den Grätzcr-Vorstädten. Auch dieses Viertel bat keinen öffentlichen Platz, sondern nur 12 Gassen, davon nur wenige aus einer geschlossenen Häuserreibe beste- llen, und 1:V> Häuser, worunter 1Ü7 ebenerdige sind, 46 ein Stockwerk, nur 1 zwei und ebenfalls 1 drei Stockwerke über dem (^rdgeschoße haben. Am Ende der ZiN'endorfgasse, bis wohin das vorige Vier- tel reicht, befindet man sich schon im Freien und in einer ebcmals zum alten, Leechfelde gehörigen Landschaft, deren Fri- sche und Lieblichkeit den Zahlreichen Besuch der hier vereinzel- ten Kaffeh- und Milchwirtschaften (;u den Milchmariandeln genannt, Nr. 791 — 793), vollkommen rechtfertiget. Durch die sanft ansteigende Seufzer-Allecgasse gelangt man zwischen niedlichen Landyänseru in die Lustliau5gasse und vor den so- genannten Venu5tempcl (Nr. 79>i und 797), ein hohes, tlmrmähnliches Gebäude, au dem mau übrigens außer seinem Namen, den es von einem alten Tempel dieser Stätte erhal- ten haben soll, durchaus nichts Altertümliches wahrnimmt. Aus seinen, so wie aus den Zimmern der umliegenden Villen erfreuet man sich einer köstlichen Rundschau über die Stadt und den schönsten Thcil ihrer Umgebungen. — Ihm benachbart ist die große Zucker-Raffinerie der Freiherren von Arnstein und Eskcles (Mr. 798), deren Gebäude in einer gartenähn- licken Landschaft, ja inmitten von eigentlichen Gärten liegen; diese Besitzung geborte im Anfange des zweiten Iahnehends dieses Iabrdunderts dem gewesenen Könige von Holland, Lud- wig Vouapartc, der unter dem Namen eines Grafen von St. Leu einige Jahre hier lebte; ging später in die Hände des Fürsten von Lichtenstein über und wurde erst im I. 1825 seiner gegenwärtigen Bestimmung gewidmet. Aus der Lnstd>n>5gasse gelangt mau in die Geidorfgassc oler in das eigentliche Geilorf, welche? naä> 3r. Polsterer seinen Namen von einem altadeligen, längst allc-gestorbenen Geschlecht« erkalten, das einst hier ein Schloß besessen haben soll, von dem sich aber keine Nachrichten vorfinden. — Es ist diese eine , , lange, ebenfalls schlangenförmig gewundene Straße, die dem
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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