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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 280 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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H Paulusthorc gegenüber vom großen Gla i^c» weg gegen Maria- Trost lunausführt, und in der niel're nicht uninteressante Land- häuser listen. Gleich am Eingange in dieü-lbe ist links der sogenannte Wurmbrand- oder Windischgarten (Nr. 875 — 878), cinc schon lange vernachlässigte Gartenanlagc im all- französischen Gcsckmacke, »nit einem stattlichen Sommcrgebäu- de lüid einer Salaterrcna, deren Plafcndgemäldc von i^ua- lens sind. Sie soll durck die nir Zeit des Er,licr,cgH .^larl II. sich hier ambaltenden päpstlichen ^cunticn einstanden sein, ging spater in den ^esii) der Herren von Lindenderg, dann an den Grafen Gundacker Thomas von Wnrmdrmid-Htuppach über, der Um mit einer ron dem <V>räl)er-Publikum dankbar ai'erkannlen Humanität dculsclben öffnete; wnrte »ach seinem Tcdc ga»', 'oeru'al'rloset, wird aber iel^ t wieder in eine erfreu- lichere Gestalt gebracht. — Tiefer in der Gasse stoßt man ans derselben Seile auf einen sehr hübschen großen Garten nebst einem ansebnlichcn Wolmliausc (Nr. 865 und 8üü), das einst tem noch bestellenden Stifte der regulirtcn (^Iicrberrcn zu Vorau gel'örtc, dessen Propst MaN'ias Singer einen Tl'cil desselben im I. 1656 erkaufte; später ging es in den Besitz der Gra- fen Lcslie über, und wechselte sodann mehrmals rasch die Be- sitzer. Bei diesem Sommcrhausc ist auch cinc kleine Kapelle. Noch weiter vor liegt auch auf der linken Seite der Ein» gang in den sogenannten Nosenliain (Nr. 859 und 85l), eine überaus renende Besitzung der Grasen von Attems, dic durch die Natur Alles in sich '.'ercinnU, was sonst dic Kunst in englischen Garten durch großen Auswand von Geschmack und Geist kaum mit gleichem Erfolge ;u schaffeil im Stande ist. Sie war einst ein Eigentdnm des Jesuiten-Ordens, der im I. 1677, als Elconora, <5r,l,er',oginn ^,i iDesterrcich, Äöni- ginn von Pohlen, eine Schwester Leopolds I., sich in Grätz aufhielt, in diesem Garten der hohen ivrau mancherlei Ergctz- lichkcitcn veranstaltete, durch die studierende Jugend allerlei Schauspiele aufführen ließ u. dgl. m. Zu anderen Zeiten be- gaben sich dagegen die Vater der Gesellschaft Icm in die länd- liche Einsamkeit dieser Villa, um einige Tage in stiller Zu« rückge^ogcnheit geistlichen Erercilien ;u widmen. — Auch jetzt herrscht in den schattigen Gründen dieser reizenden i!usthaine die tiefste Stille. Ein von Vlumcn reich durchwirtier Rasen- teppich überseht die sanft ansteigenden Höben und schmückt auch dic anmutbige Thalverlicfnng, welche den untersten Tl'eil der Besitzung einnimmt; Jahrhunderte alle Baume umstc-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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