Seite - 285 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Viertel gehört auch ein Thcil des Rosenberges, an dessen west-
lichem Fuß, so wie auf seinen Höhen sich mehre Landhauser vor-
finden, die eine unbeschreiblich liebliche Lage haben; darunter
ist das Echlcßcken Grabenbcfen, als eine ehemalige Besitzung
der Herren von (graben, eines ausgestorbenen Adelsgeschlech-
tes, nach dem das ganze Viertel benannt worden sein soll, ge-
schichtlich die merkwürdigste.
8- «.
Die Murvorstadt
liegt, der Stadt gegenüber, durchaus in der Flache und nimmt
den am rechten Ufer der Mur gelegenen Theil von Grätz gan;
ein. Sie ist die älteste aller Vorstädte, von welcher schon Her-
zog Ottokar V. (VI I ) in einem dem Stifte Nein verliehenen
Gnadenbricfe um das Jahr 1164 Meldung mackt; damals
schenkte er nämlich Gcrlach, dem ersten Abte des Stiftes, drei
Grundstücke in dieser Vorstadt') , wo bereits mehre Häuser
gewesen sind. Es wird zwar in iencr Urkunde keineswegs die
Vorstadt näher bezeichnet, allein dennoch ist es sehr wahr-
scheinlich, daß diese gemeint sei, weil man von ihr weiß, daß
sie zuerst eine eigene Pfarre bekommen und sich so rasch ver-
größert habe, daß im I. 1479, zu welcher Zeit es in der
Steiermark sehr unruhig war, die Hungarn weit ins Land
hereinstrciftcn, und auch die Türken mit Ilebcrsällcn drohten,
K. Friedrich IV. in einer zu Grätz am 27. August ausgefer-
tigten Urkunde den Vcwohnern dieser Vorstadt erlauben mußte,
ihre zahlreichen Häuser und Gärten samnn der Kirche zu 2t.
Andrä mit Gräben, Zäunen und anderen Vcfestigungsmilieln
bis an die Mur einzufrieden, zu welchem Ende er ihnen zur
Bestreitung dieser Arbeit durch die nächsten zehn Jahre alle
Steuern ic. erlief;. Diese Vorstadt zerfällt in sechs Viertel, die
da sind:
») Das Viertel Berg-Kalvarie,
der nördlichste Tlieil von Grätz, so genannt nach dem Kalva-
ricnberge, der dicht an der äußersten Gränze des Pomöriums
liegt, umfaßt 10 Gassen, die von einander durch Hulhwciden
und Gärten, Mühlgangc und Aecter getrennt sind, und 121
Häuser, davon nur 2 zwei und 17 ein Stockwerk über dem
Erdgeschoß« haben, alle übrigen nur aus einem solchen bestehen.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918