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stenaufwande von 12,6ft!) st. C. M. aufgeführt und dem durch
die Benennung bezeichneten Zwecke gewidmet worden ist.
Zur besonderen Zierde gereicht diesem vom Volke so ge-
nannten Maria-Hülfcrplahe die Kirche gleiches Namens,
an die sich der Ccnvent der Minoriten (Nr. 48? und
488) anschließt. — Die Mincriten hatten, da sie sich, bis auf
einige wenige Ordensglicder, nicht bequemen wollten, die Re-
formen des Franciscaner > Ordens anzunehmen, im I. 1515
(siebe S. 191 und 192) ihr Kloster in der Stadt den Francis-
canern einräumen und nach Maria-Hüls übersiedeln müssen'),
allwo sie von Sc'.'fried Herrn von Eggenberg in sein Som-
merhaus aufgenommen wurden, in dessen Haustapelle sie lange
ihren Gottesdienst verrichteten. Erst im Anfange des sicb^elm-
ten Jahrhunderts wurde von K. Ferdinand II, und seiner Gat-
tinn Maria das Kloster sammt Kirche auf dem von dein Frei»
Herrn Johann Ulrich von Eggenderg, der auch die Baumate-
rialien herschaffte, dazu gegebenen Grunde und Boden gegrün-
det; die Kirche aber erst im achtzehnten Jahrhunderte ganz so
ausgebaut, wie sie gegenwärtig sich ,eigt.
Diese Pfarrkirche"), dnrch eine reiche, doch eben nickt
überladene Fa>'adc ausgezeichnet, kündigt sich äußerlich als
eine der schönsten Kirchen nenitalischen Stuls an. Die Säu-
len und Pilaster korinthischer Ordnung, welche die Schauseite
und die dem Eingange zunächst vor die Fronte des Convents
stark vortretende Evangelicnseite, eben so wie die beiden schön
gezeichneten, hohen, im I. 1742 erbauten Tlmrme zieren, in
denen Glocken sich befinden, die ans türtischen Kanonen ge-
gossen sind, welche die Kaiserinn Maria Theresia im I. 1759
der Kirche verehrte; die Statuen der Engel, Heiligen und der
Madonna mit dem Kinde; einzelne an geeigneten Orten auf-
gestellte Vasen, und Zuoberst am Giebel die Gruppe des den
Fürsten der Finsternis!, den Vater der Lüge und des Irr-
thums stürzenden Erzengels Mickael, woran man wieder den
Gründer erkennt, bilden ein architektonisches Ganzes, auf dem
der Vlick stets mit Wohlgefallen ruht, und das gleich der Fa-
sade der Stadtpfarrkirche gepriesen zu werden verdient. — Dem
Aeußeren entspricht das Innere nur zum Theile. Hier findet
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918