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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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gänzlichen Untergangs nahe, den tie Hand eines ungeschickten Restaurators vor der Zeit hcrbeigesührt hat. — Neben diese»! Altäre befindet sich ein niedriges Gewölbe, in dem man drei Särge sieht; es ist dicß die Begräbnißstätte Einiger aus den» Geschlcchte der Fürsten von Eggenberg. — An den Pfeilern des Schiffes hängen vier Bilder von Kollmann: eine Madonna, ein heil. Joseph, Maria mit dem Kinde und ein heil. Flo- rian. — In der Scitentapellc ;ur Rechten des Schiffes ist ein heil. Anton, der an die Caraccischc Schule mahnt. — In der Wandnische neben der reckten <5ingangsthüre verdient ein klei- nes Bildchen, aus dem der Leichnam h'hristi im Sckiooße der von Frauen und dem Jünger Johannes umstandenen Mutter ruht, einige Beachtung. — In der Sakristei und dem daran- stosicndcn Vorummer sind mehre Bilder, unter denen sich auch ein h. Hicronvmus von A. Weißkircher befindet, den I. Stark hierher legirt bat. — Daneben ist noch eine Kapelle, nach den dem Gnadcnbilde dargebrachten silbernen Opfern, die in den an der Wand herumstellenden Sälränken verwahrt werden, die Schatzkammer genannt, auf deren Altar sich ein Wadonnenbild von Petrus de Pomis befindet, das ganz demienigen gleicht, welches den obersten Raum des Hochaltars ausschmückt. Die Decke ist mit Fresken gegiert, worunter inobcscndeic ;wei ob der in ihnen enthaltenen Abbildungen der Stadt und einiger Vorstädte aus frühern Zeiten bemcrkenswerth sind.—Die Mine des von dein Kremgange des Klosters eingeschlossenen Raumes nimmt eine Roßkastanie ein, welche ;u den größten gehört, die man irgendwo seben kann und die mit iyren Niesenästen den gaiuen weilen Raum des Hofes bedeckt.—In einem zwei- ten Hofe erblickt man das Aeußere des großen, imposanten Sommer-Rl-fectoriums, welches durch eine Menge hoher Fen- ster sein Licht bekommt und der schönste Speisesaal, von Grätz ist. Ihn ließ Johann Scyfried von Eggcnbcrg, der vorletzte seines Stammes, erbauen und mit Deckengemälden, Voifse- rion und einem durch seine Größe an ähnliche in Italien mad- ncnden Bilde Nannachcrs schmücken, das Christum den Hcrru darstellt, der die Tauseude mit Brot und Fischen speiset. Von dieser Kirche gelangt man, an den Gasthäusern zur goldenen Sonne (Nr. 506> und nun goldenen Rößl (^Nr. 512), allwo man fast immer Gelegenlieiten nach Wien, Marburg, Laibach und Trieft findet, vorüber, auf den Murplatz, welcher in der dem heil. Johann von Nepomuk geweihten Denkfaule ein Werk des Gratzcr-Bildhauers Stammet bat, und zum 19 '
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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