Seite - 292 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Kloster der barmherzigen Vrüdcr (Nr. 527), einer Stif-
tung des Kaisers Matdias, wo',u der Ercherzog Marimilian
Ernst, Bruder des Erchcnogs Ferdinand II., die Veranlassung
gab. Es N'ar nainlich der Erstere in Gesabr, ob einer unglück-
lichen Vldcrlaß den Arm zu verlieren; da rietl, man dem lie-
hen Kranken den als Ant in grosicm Nufc stehenden Gene-
ralvicar dieses Ordens, Gabriel Ferrara, von Wien kommen
zu lassen. Es geschalt, der Arm wurde gerettet und der Kranke
wieder hergestellt. Aus Dankbarkeit gründete» die l'eiden Brü-
der im I. 1615 hier ein Kloster, wem Ioliann Ulrich Frei-
herr von Eggcnberg den Grund und Vodcn licrgab. In seine
gegenwärtige Gestalt wurde das Kloster nach der Aufschrift'),
welche an ibm zu lesen ist, erst im I. 1777 gebraut.
Im Nefectorium desselben ist manches Merkwürdige, als:
die hübschen Plafondgemälde von Malerno'), die ^Udnisse
des Erzherzogs Max Ernst, des Ordensbruders Gabriel Fer-
rara, und ein großes Abendmal von Martin Schmir, in wel-
chem die Kindlickkcit des cuienden Petrus und die rulnge Milde
des Erlösers so rührend ausgedrückt sind. — Dac> Gebäude
steht auf derselben Stelle, auf welcher vordem die Missetliater
hingerichtet wurden, und noch heut >u Tage siebt man am
Hintergründe des Klostergartcns an dessen Mauer das Erucifn,
vor dem sie ilir letztes Gebet verrichteten und in dessen Ange-
sicht sie ihr Leben verloren.
Tas Kloster schließt sich unmittelbar an die Kirche an,
der ein schlanker Ulnchurm, der sich über der einfachen und
nicht unschönen Facade erhebt, zur Zierde gereicht. In ihr
feiert ein Thcil der Garnison ilnen sonntägigen Gottesdienst
und der Mnsikverein zuweilen seine kirchlichen Productionen.
Drei um sieben Stufen über das Ttraßenpftaster erl'öl'te Tlni-
rcn führen in das Innere derselben, das geräumig und »eil
ist, einen Flächenraum von 142 Klafter 2 ^uß und 4 ,',oll
die Fürsorge l>ci Allmächtiqc»,
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D^c V>',!>uNc der Stande,
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«) Aus Com«, welcher um l?o» blühte.
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918