Seite - 297 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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einer Fürstin« von Eggenberg sein soll, unter der Glastascl,
welche es bedeckt, immer mel'r und nrebr absterben müssen.
Die Krankcnummer des Klosters entfallen auch einige
kleine, aber gute Gemälde von Martin Schmid. — Hinter der
Kirche und dem Kloster dclmen sich weitläufige Gärten aus,
die den Nonnen geliören. Längs dieser Gebäude stießt ein was-
serreicher Mühlgang dahin, an den: auch imfern der Kirche
das k. k. Transport-S a mmelhaus (Nr. 693), ein ern-
stes Haus mit wchlvergittericn Fenstern, liegt, welches früher
dem nun längst aufgehobenen Cistcrcienser-Stifte zu Neuberg
im oberen Mürzthale der Steiermark gehörte. — Icnscit des
Vaches zeigen sich die weitläufigen Gebäude einer bedeutenden
Ledergärberei (Nr. 833), deren Hauptcingang der Domi-
nikaner-Kirche gegenüber liegt. — Am Ende der Seihergasse
befinden sich links eine Quasi - Kaserne der k. k. Artillerie
(Nr. 786) und rechts am Mühlgange der ehemalige Eeiyer-
l)of (Nr. 537), so genannt nach der nun aufgelösten Karthause
zu Seitz in der unteren Steiermark, welcher das Haus einst
zugehörte. — An das mit ihr iusammenliängende Gebäude der
t. k. Cadettcn - Compagnie schließt sich die große sogenannte
Dominikaner-Kaserne (Nr. 828 — 830) mit dem schö-
nen Offiziers-Pavil lon, in deren Hof zuweilen Kunstrei-
ter ihre Wettrennen halten und andere Künste zeigen. Sie
wurde im I. 1812 zu bauen angefangen und von den Stän-
den dazu ein Vorschuß gegeben.
Zwei andere, die sogenannte kleine und große Lazaret-
Kaserne (Nr. 741 und 742), liegen von dieser weit entfernt
an der Ttraßgangcr-Linie, vor welcher ein Pulverthurm und
Laborirhütteu der k. k. Artillerie liegen, doch gehört nur noch
das dortige Nachhaus zum Poinörium. Die letztere Kaserne
war einst ein La^arct, wohin zur Zeit einer Pest die von ihr
Befallenen gebracht wurden. Sie ist nach Einigen schon 1411
gestiftet und die Stiftung im I. 1647 verbessert, nach An-
dern aber erst auf die eindringlichen Predigten des Jesuiten
P. Gans gegründet worden. An der Stelle der kleinen Ka-
serne befand sich die St. Elisabeth-Kapelle im Lazaret. Zur
Pflege der Kranken wurden in demselben stets 12— 15 arme
Weiber unterhalten.
Geht man vom Transport-Sammelhause durch die
Strauchergasse hinaus, welche Zwischen diesem und dem vori-
! gen Viertel gctheilt ist, so gelangt man an einer ob der Pest
H im I. 1686 errichteten und mit den Standbildern vieler Hei-
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918