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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 299 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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ß 299 Der Dominikaner-Kaserne gegenüber und von ihr nur durch die Grenadiergassc getrennt, befindet sich die sogenannte Waisenhaus-Kaserne (Nr. 87 1). Sie war einst ein groß- artiges, im Ialnc 1679 von Mathias von Schäffenburg ge- gründetes Waisenhaus, zu dem er am 4. Februar auf seiner eigenen Besitzung den Grundstein legte. Dieses l'öchst woblthä- tige Institut wurde durch andere Stiftungen in den Jahren 1683, 1736, 1738 nnd 1768 vergrößert, im Ialne 1769 durch die Ucbertragung der sogenannten Pruggcr'schen Stif- tung noch vermehrt und so bis auf 90 Knaben und 6» Mäd- chen gebracht. Am 11. April 1766 mußten aber die Waisen von hier in die Färbergasse übersehen (siehe S. 234) und das Haus den Soldaten einräumen. Idr benachbart, aber mit dein Eingange in der Feuerbachgasse, liegt die kleine Waisenhaus-Kaserne (Nr. 872). — Diese Gasse hat ihren Namen von der bereits früher (S. 46) erwähnten, derzeit durchaus eingedeckten Wasserleitung, deren Bestimmung schon der Name angibt. Demselben Zwecke dient auch der breite Müdlgang (S. 45), welcher in diesem Viertel die große Ncßl- mühle (Nr. 768) in Bewegung setzt. Auf dem Gricsplatzc liegt die dem heil. Franz de Paula gcwcibtc wälsche Kirche (Nr. 1051), so genannt, weil hier in früheren Zeiten die Italiener iliren Gottesdienst hatten. Sie hat einen kleinen, aber niedlichen Ilhrtdurm, und auf den drei Altären ein Paar gute Bilder. Das beste enthält der Hochaltar, welches den heil. Franz in der Kleidung des von ihm gestifteten Minimen-Ordens mit ehrwürdig hcrab- wallcndem Tilberbarte darstellt, vor der Brust das Wort ,,<^!>ll- i-iinz- mit einer Glorie und neben ihm den Erzengel Micl'ael. Das Gemälde ist von Neinp, gut erdalten und von ausge- zeichnet guter Composiiion, Zeichnung und Färbung. — Der rechte Seitenallar ieigt den Tod des h. Joseph und der linke den Neltheiland zwischen den beiden Schachern am Kreuze. Auch die Decke enthält einige Fresken, Darstellungen von Er- eignissen aus dem Leben des beil. Kirchenpairons. Auf demselben Platze befinden sich auch mcdre Gast- und Einkchrhäuser, als: zum rothen Kreuz (^Nr. 950) und zum goldenen Adler (Nr. 1U50). Durch eine Seitengasse desselben gelangt man zum Ar- beits- (Nr. 1024) und Siechenhause (Nr. 1025), deren elfteres ein eigenes Waschhaus (Nr. 102Z) hat. Der älteste K Thcil des Hauses wurde durch die allerhöchste Resolution K.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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