Seite - 309 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Katliarin"; den Nothlauf „Afel"; ein Blasenpftaster »einen
Zenger"; die Gicht »die Gall"; der Beten wird „Flötz" ge-
nannt u. s. w.
Von den Slawen, welche die untere Steiermark bewoh-
nen, trifft man verl'ältnißmäsug nur wenige hier a». Die
Classe der Studierenden, Beamteten, Mägde und des Militärs
<aylt neck die meisten Wenden und Böhmen unter sich. —
Dagegen sind nicht wenige Italiener hier, die thcils der Stu-
dien wegen sick in Grätz ausbalten, thcils in Kaffeebouti^ucn
dienen, Ääsrbandel tieiben, oder dein italicnisckrn Regimcnte
angeboren, deren eines fast immer hier in Garnison liegt. —
Juden dürfen sich hier nickt seßhaft machen (siehe S. 12, 18,
144). K. Joseph II. erlaubte ihnen jedoch im I. 1?8l wie-
der, die Krätzer-Ialn'mä'rkte ni beNicken, seitdem sieht man
sie hier jährlich zweimal durch ungefähr vierzehn Tage Han-
del treiben.
Die Gräber bekennen sick, mit wenigen Ausnahmen, fast
sämmtlich nir katholischen Kirche; der Evangelischen augsbur-
gischer Ccnfession gibt es höchstens 590 und der Reformirten
bei 109 Individuen (siehe S. 264). Außerdem befinden sich
sowol unter den Zöglingen des Cadetten - EniebungShanses,
als auch unter dem übrigen Militär immer einige Mitglieder
der griechischen Kirche, deren Seelenheil durch einen Priester
ihrer Kirche besorgt wird, der jährlich einmal während des
Sommers auf einige Tage aus Croatien hierher kömmt.
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Bewegung der Bevölkerung.
Die Zal'l der Verstorbenen (vom Civile) betrug in
den Militärjahren 1830 — 1839') i»^I. (i774 Männer,
7196 Weiber, in Summe 13,979, also jährlich im Durch-
schnitte 677 Männer, 719 Weiber, in Summe 1397, so daß
im Verhältnisse zur mittleren Bevölkerung ") der 29,9 oder
nach einer runden ZM der 30. Einwohner starb.
Daß im Gegensa^e <u den Beobachtungen in andern
Städten die Zahl der weiblichen Verstorbenen überwiege, kann
lj D» mir nur von diesem Z^lraume vollständige M,iter,al,>'» über tic
l) Alb imnlcrc P>^^iker,l»,i ,r>,,>!>>» >^ch >n>i d,„i DiN'chschnille der
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918